Polizei berichtet von mindestens zwölf Fällen am Donnerstag in der Region

Anrufe mitten in der Nacht: Falsche Polizisten fragten nach Bargeld

Waldeck-Frankenberg. Mindestens zwölf Menschen aus der Region sind am Donnerstagabend und teilweise noch nach Mitternacht von Betrügern angerufen worden, die sich als Polizeibeamte ausgegeben haben.

Dies berichtete die Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg am Freitag. Die Betrüger hätten erzählt, dass Einbrecher festgenommen worden seien – damit hätten sie die finanziellen Verhältnisse der Angerufenen ausspionieren wollen.

In Niedenstein (Schwalm-Eder-Kreis), so berichtete die Polizei Homberg, wurde eine 77-Jährige nachts zwischen 1 und 2 Uhr vier Mal von einem Mann angerufen, der erzählte, von der Polizei Arolsen zu sein. Er erkundigte sich, ob bei ihr alle Fenster und Türen verschlossen seien, da es im Moment Probleme mit Einbrüchen gäbe. Als sie dann beim vierten Anruf den Betrüger fragte, was er denn wolle, forderte dieser 20.000 Euro. Mit „Rutschen sie mir den Buckel herunter“, habe sie das Telefonat beendet, so die Polizei.

Erfreulich sei, sagt Polizeisprecher Dirk Virnich, dass auch andere Angerufene die Masche durchschaut und anschließend die richtige Polizei verständigt hätten. Laut Virnich rufen die Trickbetrüger in der Regel Senioren an, die sie anhand der nach einem älteren Menschen klingenden Vornamen in Telefonbüchern aussuchen. Sie geben sich als Polizeibeamte aus und erzählen, dass es vermehrt zu Einbrüchen in ihrer Umgebung gekommen sei. Sie fragen nach Schmuck und Bargeld und wie diese zu Hause aufbewahrt werden. Der falsche Polizist biete dann an, die Wertgegenstände abholen zu lassen und bei der Polizei zu verwahren, um sie vor den angeblichen Einbrechern in Sicherheit zu bringen.

„Seien Sie misstrauisch bei angeblichen Anrufen von Amtsträgern oder Behörden, die von Ihnen Informationen am Telefon verlangen. Geben Sie keine Auskünfte über Tagesabläufe, Abwesenheiten, Vermögensverhältnisse oder ähnliches“, warnt Virnich. 

Rubriklistenbild: © dpa

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