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Waldeck-Frankenberg: Winter macht sich auf Arbeitsmarkt bemerkbar

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ARCHIV - ILLUSTRATION - Personen gehen am 28.10.2010 vor dem Schild der Arbeitsagentur in Freiburg (Baden-Württemberg) zum Eingang. In den vergangenen zehn Jahren haben die Jobcenter Hartz-IV-Sanktionen in Höhe von knapp zwei Milliarden Euro verhängt. Die Summe der Gelder, die Hartz-IV-Beziehern nicht ausgezahlt wurden, beträgt von 2007 bis 2016 insgesamt 1,9 Milliarden Euro, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. (zu dpa «Rund zwei Milliarden Euro Hartz-IV-Sanktionen in zehn Jahren» vom 21.06.2017)
Einen Anstieg der Arbeitslosigkeit hat der Agenturbezirk Korbach im Dezember zu verzeichnen © Symbolbild: Patrick Seeger/DPA

Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis ist im Dezember saisonbedingt gestiegen: 3358 Menschen waren gemeldet, das sind 160 oder 5 Prozent mehr als im November und 552 oder 19,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote steigt um 0,2 Punkte auf 3,9 Prozent, das sind 0,7 Punkte mehr als noch vor einem Jahr.

Waldeck-Frankenberg – Im gesamten Bezirk der Korbacher Agentur für Arbeit mit den Kreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder waren im Dezember 7276 Arbeitslose gemeldet, das sind 250 oder 3,6 Prozent mehr als im November und 1316 oder 22,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Quote erhöht sich um 0,1 Punkte auf 3,9 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 3,2 Prozent. Dennoch sei es weiter die hessenweit zweitbeste Quote, betonte der Leiter der Korbacher Agentur, Uwe Kemper am Dienstag bei der Vorstellung der Zahlen, nur Hersfeld/Fulda liegt vor dem Bezirk.

„Ein Anstieg um 0,1 Punkte von November auf Dezember liegt zu Beginn des Winters im Rahmen,“ erklärte er. „Der Arbeitsmarkt zeigt sich unbeeindruckt von dem, was um uns passiert“, bemerkte er mit Blick auf die weltweiten Krisen. Bei der Arbeitslosenversicherung sei die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr fast unverändert: Es sind drei mehr. Bei der Grundsicherung gebe es jedoch einen Anstieg um 42 Prozent. „Das hat mit dem Ukraine-Krieg zu tun“, sagte Kemper: Die Jobcenter betreuen seit Juni die Flüchtlinge.

Blick auf die Lage in den drei Geschäftsstellen im Kreis:

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Bezirk ist im Dezember um 19 auf 1669 gestiegen, das sind 134 weniger als vor einem Jahr. Der Rückgang sei erfreulich, „aber die Werte aus der Zeit vor der Pandemie haben wir noch nicht wieder erreicht“, sagte Kemper. So waren im Dezember 2019 nur 1340 Betroffene registriert.

„Wir versuchen, sie auch mit der Hilfe von Coachings nach längerer Arbeitslosigkeit den Weg zurück ins Arbeitsleben zu begleiten“, sagte Kemper. „Das Teilhabe-Chancen-Gesetz und andere Instrumente geben uns diese Möglichkeit.“

Erneut weniger offene Stellen

Die Zahl der offenen Stellen im Bezirk der Korbacher Agentur ist im Dezember erneut gesunken – auf 2166 Jobangebot gibt es, 264 oder 10,9 Prozent weniger als im November. Im Vergleich mit dem Vorjahr gibt es einen Rückgang um 1596 Stellen, das entspricht einem Minus von 42,4 Prozent.

Der Stellenbestand in Waldeck-Frankenberg liegt mit 1083 um 159 niedriger als im November und um 972 niedriger als im Dezember des vorigen Jahres.

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