Konzept eingefordert

Außerordentliche Sitzung des Ortsbeirats Berndorf zum Verkauf des Wilke-Geländes

Über einen Verkauf des ehemaligen Wurst Wilke-Geländes in Berndorf durch die Gemeinde wird kontrovers diskutiert. Heute befasst sich der Ortsbeirat mit dem Thema.
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Über einen Verkauf des ehemaligen Wurst Wilke-Geländes in Berndorf durch die Gemeinde wird kontrovers diskutiert. Heute befasst sich der Ortsbeirat mit dem Thema.

Zu einer außerordentlichen Ortsbeiratssitzung lädt Ortsvorsteher Manfred Emde für Dienstag, 23. Februar, um 20 Uhr in das Feuerwehrhaus ein. Thema ist der Verkauf des Geländes von Wurst Wilke.

Twistetal-Berndorf – Ortsvorsteher Emde fordert die Beteiligung des Ortsbeirats an der Meinungsbildung und der Vorbereitung der Entscheidung der Gemeindevertretung ein. Gegenüber dem Gemeindevorstand hat er in der vergangenen Woche betont, dass der Ortsbeirat zu allen wichtigen Angelegenheiten gehört werden müsse.

Beschluss umstritten

Auf Initiative des Ortsvorstehers haben nun die Mitglieder des Ortsbeirats Unterlagen zu dem Thema Wurst Wilke bekommen. Bekanntlich soll die Gemeindevertretung am 2. März über ein Kaufangebot der Firma Müller in Twiste entscheiden.

Der Mehrheitsbeschluss des Gemeindevorstands für den Verkauf des Areals an die Firma Müller & Sohn GmbH & Co. KG Kunststofferzeugnisse/ Ab-in-die-BOX.de GbR in Twiste hat Kritik bei Kommunalpolitikern hervorgerufen.

Stellungnahme des Landkreises

Zudem hat der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese deutlich gemacht, dass der Landkreis Waldeck-Frankenberg den Zuschuss von 500 000 Euro für den Kauf des 35 000 Quadratmeter großen Geländes durch die Gemeinde Twistetal an eine städtebauliche Entwicklung gebunden habe. Für eine sich nun abzeichnende „Weiternutzung im Bestand“ könne der Landkreis jedoch keine Mittel bereitstellen.

Um eine Entwicklung des Geländes geht es auch Ortsvorsteher Emde, der nun auch mit seinen Kollegen eine Stellungnahme des Ortsbeirats abgeben will. Er setzt sich dafür ein, den Beschluss der Gemeindevertretung zu vertagen und dem neu gewählten Parlament eine Entscheidung zu übertragen.

Machbarkeitsstudie abwarten

Dazu sollte aber auch eine bereits diskutierte Machbarkeitsstudie abgewartet werden, die eine umfassende Neuordnung des Areals vorsieht.

Das Areal Wilke sei ortsbildprägend und biete keinen positiven Eindruck, argumentierte Emde in einem Schreiben den Gemeindevorstand. „Sollte man nicht warten, bis die Machbarkeitsstudie vorliegt und erst mal sehen, welche Möglichkeiten sich für Berndorf bieten, die Zukunft des Ortskernes ansprechend zu gestalten?“

Entwicklungspotential nutzen

In Berndorf fehlten Kindergartenplätze und in Twistetal eine Senioreneinrichtung. Dazu habe die Gemeindevértretung schon einen Beschluss gefasst. „Mit dem Verkauf des Geländes an einen Privatmann (ohne ein schlüssiges Konzept für Berndorf) sind die Entwicklungsmöglichkeiten für den Ortskern vertan“, kritisiert Emde.

Im Gespräch mit der Waldeckischen Landeszeitung machte Emde deutlich, dass das Familienunternehmen aus Twiste unterstützt werden sollte. So könne übergangsweise Raum in dem Gebäudekomplex Wilke angeboten werden, damit das Unternehmen „Ab in die Box“ (Lagersysteme aus Kunststoff) seine Probleme durch den Mangel an Lagerraum beseitigen könne. Der Firma könne auch ein Vorkaufsrecht in dem neuen Gewerbegebiet angeboten werden.

Der Ortsbeirat tagt

Das sind die Gedanken des Ortsvorstehers zu diesem Thema. Über das gesamte Thema und die Entwicklungsmöglichkeiten in der Ortsmitte soll am Dienstagabend in der Sitzung des Ortsbeirat beraten werden. (Armin Haß )

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