Auch Waldeck-Frankenberger verdienen im Rentenalter dazu

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Irmgard Plantikow arbeitet auch im Rentenalter noch.

Waldeck-Frankenberg. Rente mit 65? Die gilt für immer weniger Leute. Und das nicht nur, weil das Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 Jahre steigen soll. Im Kreis arbeiten nach den Zahlen der Agentur für Arbeit derzeit mindestens 2500 Menschen im rentenfähigen Alter.

Und das starre Eintrittsalter soll ebenfalls weichen: Bundestag und Bundesrat haben Ende 2016 die Flexi-Rente beschlossen, die das Arbeiten nach Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze erleichtern soll.

Die Wirtschaft drängt: Die geburtenstraken Jahrgänge kommen ins Rentenalter, immer weniger Schulabgänger stehen für eine Ausbildung zur Verfügung – der heute schon vorhandene Facharbeitermangel droht sich zu verschärfen. Deshalb versuchen Betriebe, bewährte Mitarbeiter länger zu halten. Politiker fordern, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu knüpfen.

Dabei müssen ohnehin immer mehr Leute länger arbeiten, um noch über die Runden zu kommen. Erwerbsbiographien haben sich gewandelt: Zeiten unbezahlter Praktika und der Arbeitslosigkeit nehmen zu, der Niedriglohn-Sektor und die Leiharbeit sind rapide gewachsen. Viele Mütter haben Rentennachteile wegen Erziehungszeiten. Sozialpolitiker warnen, das Rentenniveau wie geplant auf 43 Prozent abzusenken.

Die private Altersvorsorge ist umstritten. Niedriglöhnern fehlt das Geld, Riester-Verträge gelten als ertragsarm, und in Zeiten der Niedrigzinsen lohnt sich das Sparen kaum.

Auch so entsteht Druck, länger zu arbeiten, und sei es in Minijobs. Ein Beispiel ist die Korbacherin Irmgard Plantikow: Die 74-Jährige gewinnt dem Arbeiten auch Positives ab.

Mehr in der Printausgabe.

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