Letzte Ruhe zwischen Eichen: Osterfeld bekommt einen Bestattungswald

Osterfeld. Einstimmig hat sich der Bau- und Wirtschaftsausschuss für einen „Bestattungswald" im kleinen Allendorfer Ortsteil Osterfeld ausgesprochen. Wie der Friedwald aussehen soll, erklärt Oliver Koch vom Bauamt der Gemeinde.

Wie er erläuterte, soll eine etwa 2,7 Hektar große Fläche oberhalb des Dorfgemeinschaftshauses und des Bolzplatzes als Bestattungs- oder Friedwald ausgewiesen werden.

Der Zugang soll über die Schmalhardtstraße erfolgen. Zwischen dem Bolzplatz und dem etwa zwei Hektar großen Eichenwald liegt laut Oliver Koch eine öffentliche Grünfläche, die sich durch besonderen Artenreichtum und seltene Pflanzen - auch Orchideen - auszeichnet.

Den zwei Hektar großen Eichenwald möchte die Gemeinde Allendorf von Hessen-Forst erwerben. Förster Erich Wetzlar habe etwa 100 mögliche Bestattungsbäume benannt. Im Traufbereich jedes Baumes könnten acht bis zehn Grabstätten angelegt werden, berichtete Oliver Koch. Schilder an den Bäumen sollen auf die Grabstätten hinweisen. Grabschmuck ist bei dieser Bestattungsform nicht vorgesehen.

Oliver Koch wies allerdings auch darauf hin, dass der Zugang zum Bestattungswald für gehbehinderte Menschen durch die topografischen nicht ganz einfach sein wird. Die Böschung zum Eichenwald sei „ziemlich steil“. An der flachsten Stelle solle eine etwa fünf mal fünf Meter große Schutzhütte gebaut werden. Von dort soll man die Bestattungsbäume über Pfade mit Hackschnitzeln oder Grauwacke erreichen. (off)

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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