Genaue Auswertung im Lauf des Freitags

Autofahrer gehen beim Blitzmarathon vom Gas

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Blitzmarathon: In Frankenberg war die Polizei in der Siegener Straße im Einsatz. Polizeioberkommissar Nicolas Knoche (rechts) und sein Kollege, Polizeioberkommissar Eik Schorge, kontrollierten mit einem Laser-Gerät die Geschwindigkeit der Fahrzeuge. Sie gingen zudem Verstößen gegen die Gurtpflicht nach und schritten ein, wenn verbotenerweise am Steuer mit Handy telefoniert wurde.

Waldeck-Frankenberg. Der zweite europaweite Blitzmarathon zügelte die Autofahrer im Landkreis in ihrem Temperament.

„Es ist deutlich ruhiger als sonst“, fasste Arnfried Schlömer am Nachmittag an der Messstelle Jägersburg zwischen Braunau und Hundsdorf seine Eindrücke zusammen.

Er ist stellvertretender Leiter des Verkehrsdienstes der Polizeidirektion Korbach. „Aktionen wie der Blitzmarathon sind wichtig, damit zu hohe Geschwindigkeit als Ursache Nummer eins für schwere Unfälle im Bewusstsein bleibt“, sagt Schlömer. Aus seiner Sicht führt ein bestimmter Zahlenvergleich die Folgen zu schnellen Fahrens besonders drastisch vor Augen: 80 Prozent der Fußgänger, die von Autos mit 65 Stundenkilometern auf dem Tacho erfasst werden, sterben. Bei 50 Stundenkilometern überleben dagegen 80 Prozent der Fußgänger so ein Unglück.

Die genauen Auswertungen des Blitzmarathons für den Landkreis liegen der Polizei erst heute im Laufe des Tages vor, denn die Aktion dauerte bis 24 Uhr an. Immerhin: An der Kontrollstelle Schmittlotheim etwa gingen zwischen 6 und 14 Uhr nur 40 Temposünder in die Falle – bei 1560 gemessenen Fahrzeugen.

An der Jägersburg waren es innerhalb der ersten halben Stunde ab 16 Uhr vier Fahrzeuge. „An den Kontrollstellen in Frankenberg, Bromskirchen und Hatzfeld hat es keine Geschwindigkeitsüberschreitungen gegeben. Lediglich zu einigen Verstöße gegen die Gurtpflicht und gegen das Handyverbot am Steuer ist es gekommen. Insgesamt wurden wir oft von Verkehrsteilnehmern gelobt, dass wir mit dem Blitzermarathon präventiv gegen Raser vorgehen“, fügt Polizeioberkommissar Nicolas Knoche an.

Besonders nachhaltige Wirkung erzielen laut Polizei die mobilen Messungen mit Lasergeräten, weil die (Geld)Buße auf dem Fuße folgt, nicht Wochen später, wie bei stationären Anlagen.

Von Matthias Schuldt

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