Elektro-Rallye Wave 2012 legte einen Stopp bei der Firma Fine Mobile in Rosenthal ein

Autos sind alltagstauglich

Fahren mit Strom: Der Schweizer Tobias Wülers ist mit einem elektrisch betriebenen Motorrad unterwegs. Hinter ihm sitzt Barbara Wilms. Foto: Dräger

Rosenthal. Jaromir Vegr aus Tschechien rollt mit seinem weißen Elektro-Renault als Erster auf den Hof der Fine Mobile GmbH in Rosenthal. Nach und nach trudeln auch die anderen Teilnehmer der Elektro-Rallye ein, die den Namen Wave (Welle) 2012 trägt und von Amsterdam bis Genua führt.

Die Fahrer müssen ganz schön rangieren, damit jeder sein Auto an die Steckdose anschließen kann. „Wir fahren insgesamt etwa 2000 Kilometer in 45 Etappen“, sagt Louis Palmer, der die zweiwöchige Tour organisiert hat. Ziel der Rallye sei es, die Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass elektrische Mobilität für den Alltag geeignet ist. Auch der Preis eines mit Batterie fahrenden Wagens habe sich verändert. „Heute gibt es günstige Fahrzeuge für 8000 Euro. Früher haben sie 20 000 Euro gekostet“, sagt Palmer. Schneller seien sie auch geworden. „Die Fahrzeuge fahren bis zu 250 Kilometer pro Stunde schnell“, sagt der Tourleiter und zeigt auf das Elektromotorrad des Zürichers Tobias Wülers.

Um Geschwindigkeit gehe es natürlich auch. Hauptsächlich stehe jedoch die Präsenz im Mittelpunkt, sagt Barbara Wilms von Fine Mobile. Die Firma ist bei der Rallye auch mit einem Elektromobil vertreten. „Es geht darum, die Elektroautos zu zeigen“, sagt Wilms. Deshalb hat die Firma Fine Mobile, die Elektromobile mit dem Namen Twike produziert, das Projekt „Twike to fly“ ins Leben gerufen. „Unsere Fahrzeuge fahren in Deutschland, Marokko, Neuseeland und Korea“, erklärt Geschäftsführer Martin Möscheid. Deshalb kam das Unternehmen auf die Idee, die Twikes zu verleihen.

Das funktioniert so: Die Besitzer verleihen ein gerade nicht benötigtes Elektro-Auto an die Firma. Vorher müssen sie die Mieter aber noch einweisen. Das heißt, dem Neuling das Fahrzeug und das Fahren erklären. Das dauert laut Wolfgang Möscheid etwa zwei Stunden.

Möscheid selbst fährt seit 17 Jahren Elektroautos. In dieser Zeit habe sich an elektrisch betriebenen Fahrzeugen vieles verändert, sagt er.

Während die Twikes zu Beginn der Produktion im Jahr 1998 eine Batteriegröße von 8,4 Amperestunden (Ah) hatten, mit denen man etwa 80 Kilometer weit fahren konnte, so gibt es heute Batterien mit 24 und 38 Ah in der gleichen Größe. Mit diesen Batterien kann man 220 beziehungsweise sogar 500 Kilometer weit fahren.

Auch der Tscheche Jaromir Vegr hat eine moderne, leistungsstarke Batterie. Deshalb steigt er ein, ohne seinen Renault neu mit Strom versorgt zu haben. Vegr fährt einfach los zur nächsten Etappe nach Paderborn.

Von Magdalena Dräger

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