17 Millionen Euro werden investiert - Mehr Produktionsanlagen nötig

Einwegspritzen für den Weltmarkt: Almo baut zweites Werk in Mengeringhausen 

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Einwegspritzen werden bei der Firma Almo hergestellt, demnächt in einem neuen, zweiten Werk in Mengeringhausen.

Bad Arolsen. Die Almo plant ein zweites Werk in der ehemaligen Mengeringhäuser Prinz-Eugen-Kaserne. Über die Unternehmensmutter, die B. Braun Melsungen, werden 17 Millionen Euro investiert für ein Werk zur Herstellung von Einmalspritzen.

Baubeginn wird nach Auskunft von Almo-Geschäftsführer Bernd Denk im zweiten Halbjahr 2018 sein. Die Fertigstellung ist bis Ende 2019 geplant. Die Planungen haben begonnen und aus ihnen werde sich der Bauzeitenplan ableiten lassen, so Denk auf Anfrage unserer Zeitung.

Wo entsteht das zweite Werk?

Das Unternehmen hat die benötigte Fläche im heutigen Bioenergiepark Nordwaldeck erworben. Almo hat mit der Stadt, über die Kommunalbetriebe Eigentümerin der alten Bundeswehrliegenschaften, über Möglichkeiten der Betriebserweiterung gesprochen. 

Die Möglichkeiten sind am jetzigen Standort zwischen Großer Allee, Upland- und Korbacher Straße ausgereizt. Um die Nachfrage nach Einwegspritzen befriedigen zu können, seien mehr Produktionsanlagen erforderlich.

Was wird produziert?

So plant die Almo-Erzeugnisse Erwin Busch GmbH, einer der führenden Hersteller von Einmalspritzen weltweit und Tochterunternehmen von B. Braun Melsungen, die Ausweitung seiner Produktion an einem zweiten Standort. Im Industriegebiet Hagenstraße, sollen zusätzlich zum Werk in der Großen Allee Einmalspritzen hergestellt werden.

Die Investition sei ein wichtiger Schritt zur Zukunftsausrichtung am Standort Bad Arolsen und für das B. Braun-Spritzengeschäft insgesamt, heißt es in einer Mitteilung von Almo. 

Neueste Anlagen

Durch die zusätzlichen Kapazitäten könnten Kundenanfragen im höheren Maße bedienen und besser auf individuelle Produktwünsche reagieren. Am neuen Standort werden modernste Fertigungstechnologien zum Einsatz kommen, die Produktion wird nach dem Prinzip der Industrie 4.0 erfolgen. 

Seit wann gibt es Almo?

Die Almo ist ein weltweit führender Hersteller von Einwegspritzen. Vor 81 Jahren in Schlesien von Alfons Mondt gegründet, wurde der Betrieb im Jahr 1946 in Arolsen neu aufgebaut. Damals wurden vor allem Kunststofferzeugnisse für Bäckereien hergestellt. 

Wie viele Mitarbeiter sind tätig?

Inzwischen werden mit insgesamt 390 Mitarbeitern im Jahr zwei Milliarden Einmalspritzen unter dem Dach der B. Braun Melsungen mit modernen Maschinen in Reinraumatmosphäre produziert. 

Ein Teil der Mitarbeiter wird am neuen Standort tätig werden, die dort geplante Massenproduktion überwiegend automatisiert ablaufen. In Arolsen werden Spezialprodukte hergestellt. (ah)

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