Bad Arolser Kommunalbetriebe übernehmen Wasserversorgung in Volkmarsen

Vertrag zwischen der Stadt Volkmarsen und den Bad Arolser Kommunalbetrieben: (von links) Volkmarsens Erster Stadtrat Thomas Viesehon (MdB), Bad Arolsens Erster Stadtrat Helmut Hausmann, der Geschäftsführer der Bad Arolser Kommunalbetriebe (BAK) Dr. Gerhard Wüllner, BAK-Prokuristin Irene Merkel, der Bad Arolser Bürgermeister Jürgen van der Horst und der Volkmarser Bürgermeister Hartmut Linnekugel gut gelaunt bei der Vertragsunterzeichnung. Fotos:  Wüllner

Volkmarsen/Bad Arolsen. Der Vertrag zwischen der Stadt Volkmarsen und den Bad Arolser Kommunalbetrieben (BAK) ist geschlossen. Damit übernehmen die Bad Arolser Kommunalbetriebe nach der Abwasserentsorgung nun auch die Betriebsführung der Wasserversorgung in Volkmarsen.

Die Zusammenarbeit bei der Abwasserversorgung funktioniert seit vielen Jahren ganz hervorragend im Abwasserverband Volkmarsen-Bad Arolsen mit der gemeinsamen Verbandskläranlage in Volkmarsen. „Die Erfolge technischer und wirtschaftlicher Art sind seit zwölf bis 15 Jahren so gut, dass wir die Zusammenarbeit ausweiten wollen“, sagte der Volkmarser Bürgermeister Hartmut Linnekugel. Jetzt freuen sich beide Vertragspartner, auch im Wasserbereich eine clevere Lösung zur Zusammenarbeit gefunden zu haben. Und ganz im Interesse der Gebührenzahler.

„Wir haben insgesamt gute Gebührenniveaus bei uns“, sagte der Bad Arolser Bürgermeister Jürgen van der Horst. Die Gebührenhoheit bleibe bei der jeweiligen Kommune. Die Gebührenbescheide werden so bleiben, wie bisher. Auch Investitionen bleiben beim Verursacher auf dessen Territorium. „Für uns ist das ein wichtiger Baustein in der Interkommunalen Zusammenarbeit“, sagte der Volkmarser Bürgermeister Hartmut Linnekugel. Die finale große Lösung soll ein großer gemeinsamer Zweckverband sein, in dem die BAK als ein Dienstleister verantwortlich ist, erklärte der Bad Arolser Bürgermeister Jürgen van der Horst. Beide Bürgermeister werden dieses Thema in die jeweiligen Parlamente einbringen. Der Vertragsabschluss für den Zeitraum von einem Jahr ist ein erster wichtiger Zwischenschritte.

Hinter dem Vertragswerk stecke eine Menge Arbeit, erklärten beide Bürgermeister. Dafür gelte allen Beteiligten - besonders dem Arbeitsteam - großer Dank. Alle Vertragsbestandteile seien gut gelöst worden. Die Magistratsmitglieder beider Parlamente haben sich intensiv an den Vorbereitungen beteiligt. Erster Stadtrat Helmut Hausmann: „Unser Ziel muss sein, Nordwaldeck weiter zu stärken. Dieser Vertrag ist ein weiteres Mosaiksteinchen. Ich wünsche mir auch weiterhin eine so harmonische Zusammenarbeit.“

Die Wassergewinnung mit Verteilernetz, die Qualitätssicherung und auch die Hausanschlüsse werden von einem gemeinsamen Stellenpool bei der BAK betreut werden, erklärte der Geschäftsführer der BAK, Dr. Gerhard Wüllner. Für die Mitarbeiter bedeutet das eine räumliche und personelle Verschmelzung.

Dienstbesprechungen finden jetzt im Wasserwerk Helsen statt. Material wird in einem zentralen Lager in Helsen gelagert.

Hintergrund

Die Bad Arolser Kommunalbetriebe planen, eine Versorgungsleitung von Braunsen nach Volkhardinghausen zu legen. Das könnte auch ein Modell für Lütersheim und Ehringen sein. Das wäre ein sogenannter Ringschluss. Wenn der neue Zweckverband ab dem Jahr 2016 auch Frischwasser liefert, dann soll laut Bürgermeister Jürgen van der Horst auch „ein cooler neuer Name“ gefunden werden. Der Bad Arolser Bürgermeister und auch der Volkmarser Bürgermeister Hartmut Linnekugel betonten, dass derzeit alle Kanäle und Leitungen in beiden Städten in einem Top-Zustand seien. Die Gebühren seien in beiden Städten konstant. Der Geschäftsführer der Bad Arolser Kommunalbetriebe, Dr. Gerhard Wüllner, erklärte die Dimensionen, zwei große Wasserwerke zu bewirtschaften.

Dabei spricht er von 4800 Hausanschlüssen in Bad Arolsen und von 2200 Anschlüssen in Volkmarsen. Die Wasserleitungen haben eine Gesamtlänge von über 200 Kilometern. Jährlich werden 1,1 Mio. Kubikmeter Trinkwasser abgegeben (Zum Vergleich: Ein Kubikmeter Wasser sind 1000 Liter und das sind fünf gefüllte Badewannen. Der Twistesee hat einen Wasserinhalt von 9,1 Mio. Kubikmetern). „Von der Versorgungssicherheit profitiert jeder einzelne Einwohner“, ist Volkmarsens Erster Stadtrat Thomas Viesehon (MdB) sicher. Bereits beim Standesamt läuft die Zusammenarbeit beider Städte sehr gut. „Das ist ein Geben und Nehmen, das ist Interkommunale Zusammenarbeit“, so Viesehon. (mow)

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