Minister Wintermeyer auf Sommertour

BARock-AG für Hessens Demografie-Preis nominiert

Die Musiker der BARock-AG vor dem Bürgerhaus. Mittendrin: Staatsminister Axel Wintermeyer (mit Gitarre), die Landtagsabgeordneten Armin Schwarz und Dr. Daniela Sommer sowie die Bundestagsabgeordnete Esther Dilcher.
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Die Musiker der BARock-AG vor dem Bürgerhaus. Mittendrin: Staatsminister Axel Wintermeyer (mit Gitarre), die Landtagsabgeordneten Armin Schwarz und Dr. Daniela Sommer sowie die Bundestagsabgeordnete Esther Dilcher.

Die BARock-AG hat offenbar einen „musikalischen Generationenvertrag“ geschlossen, schwärmte Staatsminister Axel Wintermeyer nach der pfiffigen Selbstvorstellung des Vereins im Bürgerhaus.

Bad Arolsen - Die BARock-AG ist unter den sechs Kandidaten, die unter 111 Bewerbern für den hessischen Demografie-Preis vorgeschlagen sind. Der Preis ist mit 24.000 Euro dotiert. Nach einer weiteren Vorstellung in Wiesbaden wird die Jury einen ersten Preis mit 8000 Euro vergeben, zwei zweite Preise zu je 5000 Euro und drei dritte Preise zu je 3000 Euro.

So gesehen ist die BARock-AG also schon jetzt ein Gewinner. Ausgezeichnet werden soll aber nicht die musiklaische Arbeit des Vereins, sondern der Beitrag der Gruppierung zur Attraktivitätssteigerung der Region und zur Stärkung des Heimatgefühls.

Dazu erklärte der Chef der hessischen Staatskanzlei in seiner Eigenschaft als Demografie-Beauftragter: „Mehr als die Hälfte der Hessen leben in ländlichen Regionen. Die machen sogar 85 Prozent der Fläche aus.“

Deshalb müsse der ländliche Raum stark und attraktiv bleiben. Dafür seien nicht nur Nahversorgungsmöglichkeiten, Bildungs- und Betreuungsangebote wichtig, sondern auch kulturelle Angebote wie die BARock-AG.

Was genau dieser 2015 gegründete Verein leistet, machten die Vorstandsmitglieder in einer kurzweiligen Präsentation deutlich:

Ursprünglich habe man sich zusammengefunden, um selber Musik zu machen, berichtete Vorsitzender Guido Thoma. Doch dann sei deutlich geworden, wie schwierig es schon für gut vernetzte Mitt-Vierzigjährige sei, einen Probenraum zu finden.

Also habe man sich vorgenommen, jungen Nachwuchsbads bei der Suche nach Probenräumen und Auftrittsmöglichkeiten zu helfen. Das Interesse sei riesengroß gewesen und schon bald habe man einen Konzertabend für Nachwuchsbands organisiert.

Dann sei die Stadt an den Verein herangetreten und habe darum gebeten, dass die BARocker in die Organisation des Internationalen Musikfestivals einsteigen. Auch diese Aufgabe habe man sehr gerne übernommen, weil hier jungen Musikern aus vielen unterschiedlichen Ländern die Möglichkeit des Austauschs geboten werde.

Zudem passe das Konzept in idealer Weise zum schulmusikalischen Angebot der Christian-Rauch-Schule und der Musikschule.

Als Nächstes richtete die BARock-AG gut besuchte City-Rock-Festivals auf dem Kirchplatz aus. Fulminanter Höhepunkt war im Jahr des 300-jährigen Stadtgeburtstags ein Rockfestival im Schlosshof.

Insgesamt haben die Musiker der BARock-AG schon neun Veranstaltungen mit über 5500 Besuchern auf die Beine gestellt. Aus den Erlösen konnten Musikworkshops mit renommierten Profi-Musikern ausgerichtet werden.

Inzwischen gehören 30 Nachwuchsbands zum Pool der BARock-AG. In 50 Fällen konnten die jungen Musiker schon provisionsfrei zu Veranstaltungen und Konzerten vermittelt werden. Vermittlungen zu.

Damit wollen die BARocker einen Beitrag zur Nachwuchs leisten. Die Jury des hessischen Demografie-Preises hält diesen Vereinszweck und dessen Umsetzung für preiswürdig.

Bei der nächsten Zusammenkunft der Jury am 26. August in Wiesbaden werden sich die Vertreter der nominierten Vereine noch einmal ausführlich vorstellen. Die Siegerehrung ist für den 20. September geplant. (Elmar Schulten)

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