Ortsbeirat besichtigt Rohbau

Bauholzmangel bremst Arbeiten am neuen Feuerwehrhaus in Schmillinghausen

Wehrführer Oliver Lippe erklärt dem Ortsbeirat Schmillinghausen den Aufbau des neuen Feuerwehrgerätehauses am Sportplatz.
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Wehrführer Oliver Lippe erklärt dem Ortsbeirat Schmillinghausen den Aufbau des neuen Feuerwehrgerätehauses am Sportplatz.

Beim Neubau des Feuerwehrhauses Schmillinghausen kommt es zu Verzögerungen.

Arolsen-Schmillinghausen – Seit dem ersten symbolischen Spatenstich am 1. Mai gingen die Rohbauarbeiten am Feuerwehrhaus Schmillinghausen schnell voran, wie Wehrführer Oliver Lippe dem Ortsbeirat berichtete.

Es fehlt Bauholz

Doch nun verzögert sich der Fortgang, weil es an Bauholz mangelt. Wie Ortsvorsteher Elmar Kottenstede berichtete, brauche die Lieferung der Hauptpfette für den Dachstuhl länger, zudem habe sich der Preis vervierfacht.

Ziegel und Dämmmaterial indessen seien bestellt worden, sodass es dann bei Lieferung des benötigten Bauholzes zügig vorangehen kann mit den Arbeiten.

Neues Fahrzeug bestellt

Oliver Lippe führte durch den Rohbau des mit Kosten von 900 000 Euro bezifferten Neubaus. Darin sollen ein Mannschaftstransportfahrzeug und ein Löschfahrzeug untergebracht werden.

Laut Oliver Lippe wird voraussichtlich ein geländegängiges Fahrzeug für den Katastrophenschutz angeschafft, das auch bei Waldbränden eingesetzt werden könne. Da die 30 Aktive zählende Wehr für einen Abschnitt der Bundesstraße zuständig ist, wird das Fahrzeug mit einem Rettungssatz zur Verwendung bei Unfällen ausgerüstet.

Das wird eingerichtet

Die beiden Rolltore öffnen sich im Alarmfall automatisch für die Ausfahrt der Fahrzeuge. Auf der Rückseite ist der ebenfalls sich automatisch öffnende Eingang für die Einsatzkräfte, die in getrennte Umkleiden für männliche und weibliche Feuerwehrleute gehen und dann über den Flur zu den Fahrzeugen gelangen.

Duschen und Toiletten werden ebenfalls getrennt gebaut. Nach einem Einsatz können die Aktiven in einen so genannten Schwarz-Weiß-Raum gehen, um dort die kontaminierte Schutzkleidung ablegen zu können.

Zisterne für Löschwasser

Neben der Einfahrt zur Garage wird eine 10 000 Liter fassende Regenwasserzisterne eingebaut, aus der der Tank des Löschautos neu befüllt werden kann. Um den aus hygienischen Gründen separat von der Trinkwasserleitung gebauten Wasserspeicher wieder schnell für weitere Einsätze befüllen zu können, kann das feuchte Element aus einem Hydranten in der Nähe gepumpt werden.

Für den Fall der Fälle wird im Feuerwehrhaus ein Notstromaggregat installiert, wie es inzwischen bei allen Neubauten vorgeschrieben ist..

Platz für Kinder und Jugendliche

In Richtung Festhalle wird der Parkplatz für Pkw angelegt, zudem entsteht eine Abstellmöglichkeit für Fahrräder. Schließlich sind bei der Wehr je 13 Kinder und Jugendliche in verschiedenen Gruppen aktiv.

Für ihre Ausbildungen wird im Obergeschoss ein Raum geschaffen. Gegenüber entsteht der Sozialraum für die Einsatzkräfte. Die Nachwuchskräfte dürfen zudem den Jugendraum neben der Festhalle nutzen.

Neue Atemschutzgeräteträger gefragt

Im oberen Geschoss wird zudem ein Raum für die Wehrführung eingerichtet, in dem zum Beispiel die notwendigen Dokumentationen nach Einsätzen vorgenommen werden können und auch die Jugendwarte arbeiten können. Während Ausrüstungsgegenstände im Erdgeschoss gelagert werden, soll beispielsweise Lehrgangsmaterial im Obergeschoss einen Platz bekommen..

Wehrführer Lippe berichtete, dass zwei weitere Kameraden Führerscheine für das geplante neue Löschfahrzeug gemacht hätten. Im Rückstand ist die Wehr bei der Bereitstellung von Atemschutzgeräteträgern: „Wir haben fünf, brauchen aber zwölf. Da müssen wir noch einmal ran“, erklärte er. (Armin Haß )

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