Bouffier lobt Flüchtlingsarbeit in Bad Arolsen

Besuch in Bad Arolsen: Ministerpräsident Volker Bouffier (Mitte) hat das Berufsbildungswerk besucht, das als Außenstelle der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Gießen fungiert. Foto:  Schulten

Bad Arolsen. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hat die Bad Arolser Außenstelle der Gießener Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge besucht. Er lobte den Umgang mit den Menschen im dortigen Bathildisheim.

Voller Hochachtung sprach der Ministerpräsident von den Mitarbeitern des Bathildisheimes, die sich im Berufsbildungswerk vorbildlich um die Flüchtlinge kümmerten: „Das alles funktioniert nur, weil es hier Menschen gibt, die mit Herz und Verstand mehr tun als sie müssen. Ich habe hier zwei Studentinnen getroffen, die sich in ihrer Freizeit mit den Kindern beschäftigen und ihnen Deutsch beibringen.“

In Bad Arolsen sind derzeit neben den 100 Flüchtlingen in der Erstaufnahmeeinrichtung auch 184 Flüchtlinge mit laufenden oder abgeschlossenen Asylverfahren in Gemeinschafts- und Einzelunterkünften untergebracht. Die Stadt rechnet mit weiteren Zuweisungen und hat daher schon vor Monaten bei einer Veranstaltung im Bürgerhaus für eine Willkommenskultur geworben.

Seit 2012 nimmt die Bildungseinrichtung des Bathildisheimes in ehemaligen Internatsgebäuden Flüchtlinge auf, die dann je nach Rechtsstatus in andere Städte weitergeleitet oder in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden. Derzeit sind im Berufsbildungswerk zwei Serben und 98 Albaner, meist in Familien mit mehreren Kindern, Neugeborenen und schwangeren Frauen, untergebracht.

„Die Albaner wissen, dass sie zurück müssen“, stellte Ministerpräsident Bouffier nach einem Gespräch mit den Verantwortlichen des Bathildisheimes fest. „Wir müssen ihnen klarmachen, dass es besser ist, wenn sie freiwillig gehen. Dann haben sie die Chance, legal zurückzukommen, wenn sie einen Arbeitsvertrag nachweisen. Wer aber zwangsweise ausgewiesen wird, darf nicht wieder einreisen.“ (es)

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