Drei Drehleitern, 130 Feuerwehrleute

Millionenschaden bei Brand eines Sägewerks in Bad Arolsen

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Brand in Bad Arolsen: Im Landkreis Waldeck-Frankenberg brannte ein Sägewerk nieder. 

Bad Arolsen. Ein Großbrand eines Sägewerks im Bad Arolser Stadtteil Mengeringhausen hat in der Nacht auf Samstag Feuerwehr und Anwohner in Atem gehalten.

Zuletzt aktualisiert um 12.20 Uhr. Am Morgen nach dem Großeinsatz im Gewerbegebiet Söllinge konnten die rund 130 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie die weiteren Helfer erst einmal durchatmen. Der Brand war gelöscht, das Großfeuer der Nacht war Geschichte. Ein Brandermittler der Kriminalpolizei schätzte den entstandenen Schaden auf dem weitläufigen Sägewerksgelände auf rund drei Millionen Euro. Erste Erkenntnisse deuteten auf einen technischen Defekt im Inneren des Gebäudes als Brandursache hin.

Beim Großbrand im Gewerbegebiet Söllinge waren in der Nacht Feuerwehren aus Nordwaldeck mit drei Drehleitern im Einsatz. Ihnen gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Firmengebäude zu verhindern. Außerdem konnten noch rechtzeitig wertvolle Spezialfahrzeuge aus den angrenzenden Fahrzeughallen gefahren werden.Der Feuerschein und die Rauchwolke waren weithin zu sehen.

Ursprünglich war die Feuerwehr zu einer angeblich brennenden Scheune alarmiert worden. Vor Ort zeigte sich dann schnell das ganze Ausmaß des Brandes. Deswegen wurden zahlreiche Einsatzkräfte nachgeordert.

Weil zu Beginn des Einsatzes nicht klar war, wo so schnell all das benötigte Löschwasser herkommen sollte, wurde auch ein Tankfahrzeug aus Rhoden alarmiert. In Helsen wurde Sirenenalarm ausgelöst, der in der Innenstadt von Bad Arolsen zu hören war. Aus Korbach kam zudem das neue große Einsatzleitfahrzeug zum Einsatz.

Während rund um die Halle nacheinander die Drehleiterfahrzeuge in Stellung gebracht wurden, wurden kilometerlange Schlauchleitungen ausgerollt. Die hölzerne Dachkonstruktion der Lagerhallen auf dem Sägewerksgelände waren nicht zu halten und brannten kontrolliert nieder. 

Die Feuerwehrleute in vorderster Front waren angewiesen, einen angemessenen Sicherheitsabstand einzuhalten. Schließlich explodierten immer wieder neue Gasflaschen. Unterdessen konzentrierten sich die Arbeiten auf die Sicherung der angrenzenden Fahrzeughalle. 

Großbrand eines Sägewerks in Bad Arolsen

 
  © HNA/Schulten
 
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Die Brandmauer des Sägewerkes hielt Stand und verhinderte ein Übergreifen der Flammen. Im Schutze dieser Brandmauer rangierten Feuerwehrleute einen Gabelstapler und einen Schwerlastkran aus der Gefahrenzone. Außerdem wurden mehrere Gasflaschen in mehreren verschiedenen Größen aus der nicht brennenden Halle in Sicherheit gebracht.

Unterdessen hielten zwei Drehleitern das Dach der unversehrten Halle nass. Von einer weiteren Drehleiter aus bekämpfte die Feuerwehr die Flammen auf dem Sägewerksgelände. 

Nach jetzigem Kenntnisstand wurde bei dem Großbrand niemand verletzt. Die Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden an. Zunächst hatte es geheißen, dass Gasflaschen auf dem Sägewerksgelände explodiert seien. Diese Einschätzung hat sich inzwischen als Irrtum erwiesen. Die lauten Explosionen wurden von brennenden Reifen ausgelöst. Explodierende Gasflaschen hätten eine deutlich durchschlagendere Wirkung.

Am Samstagmorgen gegen 8 Uhr gab es eine Warnung über das Katastrophenschutzsystem KatWarn, weil sich zu diesem Zeitpunkt abzeichnete, dass die Rauchschwaden relativ dicht über den Erdboden in Richtung Bad Arolsen zogen.

Gegen 11 Uhr meldete der Wassermeister der Stadt Bad Arolsen, dass die Wasservorräte im Hochbehälter Matzenhöhe an ihre Grenzen kämen. Durch die Wasserentnahme durch Privathaushalte und die große Wasserentnahme durch die Feuerwehr drohte der Wasserdruck abzusinken. Zu diesem Zeitpunkt aber konnte auch die Feuerwehr ihre Wasserabnahme zurückfahren.

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