Deutsch-Finnische Gesellschaft präsentierte nordisches Duo

Das Unerwartete reizte im BAC-Theater: Finnischer Flamenco

Das finnische Flamenco-Duo Anna Murtola und Joonas Widenius wurde von der deutsch-finnische Gesellschaft im BAC-Theater präsentiert.
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Das finnische Flamenco-Duo Anna Murtola und Joonas Widenius wurde von der deutsch-finnische Gesellschaft im BAC-Theater präsentiert.

Einen spannenden Auftakt der Konzertsaison im BAC-Theater boten die aus dem Norden Finnlands stammenden Musiker Anna Murtola und Joonas Widenius.

Bad Arolsen - Von traditionellem Flamenco bis zu spanisch-finnischen Arrangements reichte das packende Programm an dem heißen Sonntagnachmittag. „Das ist schön und gleichzeitig echt seltsam“, schilderte der Gitarrist die Erfahrungen, die er mit der Sängerin nach langen Monaten des Lockdowns mit einem Zusammenbruch der Live-Kultur gerade macht.

Die Deutsch-Finnische Gesellschaft hatte beide zunächst zu dem auf Miniaturformat geschrumpften Festival Nordischer Klang für einen Auftritt zwei Tage vorher eingeladen und dann zum zweiten und letzten Konzert der exklusiven Reise in Deutschland nach Bad Arolsen.

Musikalische Landschaften Spaniens, Lapplands und Argentiniens

Dankbar und mit viel Applaus genossen Musikfreunde aus der Region den Auftakt im BAC-Theater, in dem unter Pandemie-Bedingungen nur die Hälfte der gesamten Sitzplätze genutzt werden durfte - und das auch fast komplett ausgebucht war.

Das Unerwartete reizte offensichtlich: Finnischer Flamenco, wie hört sich das wohl an? Mit virtuosem Gitarrenspiel und kräftiger Stimme führten die beiden vielseitigen Musiker einen intensiven Dialog und die gebannt zuhörenden Besucher auf eine Reise durch musikalische Landschaften Spaniens, Lapplands und Argentiniens.

Inspirierendes Gitarrenspiel

Fandango, Malaguena, Rumba und Bulerias wechselten sich mit dem argentinischen Tango-Klassiker Volver von Carlos Gardel auf Finnisch, dem Titel Northern Fandango des aus Lappland stammenden Widenius oder einem Chanson des Komponisten Kaj Chydenius sowie eigenen Kompositionen.

Widenius’ flinkes wie beseeltes und inspiriertes Gitarrenspiel schuf dichte Klangbilder und akzentuierte rhythmisch den Gesang Murtolas, mit der er seit 20 Jahren in der Flamenco-Szene unterwegs ist.

Als Zugabe eine „Ultima Cancion“

Mit ihrer voluminösen Stimme sang sie temperamentvoll und nuanciert Lieder von Leidenschaft, Liebe oder von Schmerz und Kummer - angetrieben durch flamencotypisches Klatschen und Fußgetrappel.

Die als Zugabe musizierte „Ultima Cancion“ (Letztes Lied) wird nicht die letzte sein: Die Deutsch-Finnische Gesellschaft wird eine für Mai geplante und wegen Corona abgesagte Deutschland-Tournee voraussichtlich im kommenden Jahr nachholen. (Armin Haß)

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