Vielseitiges Engagement

Drei „Mehrkämpfer“ in Bad Arolsen mit Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet

Ehrenbrief des Landes Hessen bekamen in Bad Arolsen Fritz Emde (4. von links), Rudolf Röhr (6. von links) und Alfred Reuter (neben Röhr). Unser Bild zeigt sie mit, von links: Bürgermeister Jürgen van der Horst Bundestagsabgeordnete Esther Dilcher, Wilma Emde, Christa Röhr, Heidemarie Reuter, Landrat Dr. Reinhard Kubat und Stadtverordnetenvorsteher Marko Lambion.
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Ehrenbrief des Landes Hessen bekamen in Bad Arolsen Fritz Emde (4. von links), Rudolf Röhr (6. von links) und Alfred Reuter (neben Röhr). Unser Bild zeigt sie mit, von links: Bürgermeister Jürgen van der Horst Bundestagsabgeordnete Esther Dilcher, Wilma Emde, Christa Röhr, Heidemarie Reuter, Landrat Dr. Reinhard Kubat und Stadtverordnetenvorsteher Marko Lambion.

Im Sport wäre das Wort Mehrkampf passend: Fritz Emde, Alfred Reuter und Rudolf Röhr haben Ehrenbriefe für vielfältiges Engagement bekommen.

Bad Arolsen – Landrat Dr. Reinhard Kubat überreichte die Auszeichnungen, die der Ministerpräsident verleiht, in einer Feierstunde im Christian-Daniel-Rauch-Museum. Nach coronabedingter langer Pause wieder vor großem Publikum, wenn auch unter den geltenden Hygieneauflagen.

Das bringen Vereine

Die drei nach wie vor aktiven Männer wurden für ihre Lebensleistung auf verschiedenen Ebenen im ehrenamtlichen Bereich geehrt. Die Vereine und Verbände , in denen sie aktiv sind, stellten den „sozialen Kitt“ in der Region dar, sagte Kubat.

Fritz Emde (Bad Arolsen) ist durch seinen herausragenden, rund 50 Jahre andauernden Einsatz bei den Sportschützen bis hinauf zur Landesebene für den Ehrenbrief ausgewählt wurden.

Aktiver Sportschütze

Das Mitglied des Sportschützenvereins Mengeringhausen fungierte im Schützenkreis 21 Arolsen als Kreissportleiter, von 1990 bis 2017 war Kreisschützenmeister und gestaltete er die Eingliederung des Schützenkreises in den Schützenbezirk 15 Waldecker Land maßgeblich mit.

Fünf Jahre gehörte Emde dem Ehrungsausschuss des Schützenverbandes Hessen an, Für seine Verdienste bekam er 2015 beim Deutschen Schützentag in Hamburg das Protektorabzeichen in Gold.

Einsatz für Freibad

Alfred Reuter hat seine sportliche Heimat im TuSpo Mengeringhausen und ist aktiv in der historischen Schützengesellschaft, so der Landrat. Aber seine Bestimmung hat er im Förderverein für den Erhalt des Walmebades gefunden, den er 2004 mitgründete und dessen Vorsitzender er von Anfang an ist. Dieses Amt teilte er sich zeitweise mit Helmut Drolshagen und Wolfgang Riehl.

Die Stadt hat sich bekanntlich aus Kostengründen wie andere Kommunen in Deutschland von dem Freibad getrennt. Doch die Mengeringhäuser, so Kubat , haben das Walmebad zur Herzenssache erklärt und stellen mit großem persönlichem Einsatz den Erhalt und den Betrieb sicher.

Viele Interessen

Schützen, Feuerwehr und Kirchengemeinde hat sich der zudem kommunalpolitisch aktive Rudolf Röhr (Helsen) in seiner Freizeit in besonderem Maße gewidmet: als Hauptmann der Burschenkompanie (166 bis 1972), Kassenführer (168 bis 1974), Mitbegründer der Kanonengruppe und Kassenführer (1979 bis 2010).

Röhr zählte 1970 zu den Mitbegründern des Ortsverbands Helsen und des Arolser CDU-Ortsverbandes. Nach der Gebietsreform wurde er 1972 in die Stadtverordnetenversammlung gewählt, wirkte er im Haupt- und Finanzausschuss und in der Betriebskommissions des früheren Stadtkrankenhauses mit.

Auf vielen Feldern fleißig

Eng verbunden ist Röhr mit der Freiwilligen Feuerwehr Helsen, der er 1964 beitrat. Er fungierte als Jugendwart, Gruppenführer, Vorsitzender und Schriftführer. Seit 2001 ist er Kassierer der Alters- und Ehrenabteilung,´2017 ernannte ihn die Wehr zum Ehrenvorsitzenden des Vereins.

Seit 1994 ist Rudolf Röhr Geschäftsführer der Jagdgenossenschaft, als Geschäftsführer und schließlich Liquidator musste er die Gefriergemeinschaft abwickeln. Nicht zuletzt gehörte Röhr von 1983 bis 2007 dem evangelischen Kirchenvorstand an. Schmunzelnd sagte Kubat: „Er ist also der klassische ehrenamtliche Mehrfachtäter - ganz im positiven Sinne gemeint.“

Alleine geht es nicht

Neben Bürgermeister Jürgen van der Horst sowie weiteren Vertretern der städtischen Gremien bekamen viele Mitstreiter die Gelegenheit, die Geehrten persönlich zu würdigen.

Alfred Reuter dankte für die Unterstützung seiner Tätigkeit und brachte es auf den Punkt: „Allein schafft man das alles nicht.“

Dr. Eberhard Enß (Flöte) und Rainer W. Böttcher (Klavier) gestalteten die Feierstunde im Rauch-Museum musikalisch aus. (Armin Haß)

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