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Erste Impfaktion für Schulkinder der fünften und sechsten Klassen in Bad Arolsen

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Von: Armin Haß

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Die elfjährige Xenya von der Christian-Rauch-Schule lässt sich einen Piks zum Schutz vor Covid 19 geben.
Die elfjährige Xenya von der Christian-Rauch-Schule lässt sich einen Piks zum Schutz vor Covid 19 geben. © Armin Haß

Die erste Impfaktion für Schulkinder der fünften und sechsten Klassen fand in Bad Arolsen statt.

BadArolsen – „Man sieht hier als Schulleiter auch mal glückliche Gesichter“, bemerkt Markus Wagener schmunzelnd mit Blick auf die laufende Impfaktion gegen Covid 19. An der Christian-Rauch-Schule in Bad Arolsen wurden zusammen mit Jungen und Mädchen aus der benachbarten Kaulbach-Schulen erstmals Kinder aus den fünften und sechsten Klassen geimpft.

Verschiedene Wege zum Piks

Zwar kam statt der erwarteten Hälfte der beiden Jahrgänge aus beiden Schulen nur ein Viertel, insgesamt waren es 65, doch jede Impfung zähle, und jeder geimpfte Schüler könne andere von dem Nutzen der immunisierung überzeugen, sagt Schulleiter Wagener. Außerdem haben andere Eltern die Möglichkeit von Impfungen in Arztpraxen schon vorher genutzt.

Zusammen mit den den beiden Hausärzten Dres Valeska und Johannes Nolte hat Wagener Anfang Dezember schon die Impfaktion vorbereitet, kaum dass die Ständige Impfkommission die Empfehlung ausgesprochen hatte. Ziel war ein möglichst niederschwelliges Angebot zusammen mit der Kaulbach-Schule, mit der die CRS bereits gut zusammenarbeite, sagte Wagener.

Angebot für Familien

„Wir machen es den Familien einfacher“, sagt er, indem die Impfung praktisch als Ausklang eines Schultags angeboten wird. Die Kinder sollten die Scheu vor dem Piks verlieren und den Altersgenossen, die aus verschiedenen Gründen noch nicht geimpft sind, selbst zeigen, wie wichtig eine Immunisierung ist.

Kinder mit Vorerkrankungen oder vielen Kontakten zu älteren Menschem, wie etwa den Großeltern, wird die Impfung empfohlen. Das ist auch einer der Beweggründe für die Teilnahme gewesen, wie die WLZ bei einer Umfrage hörte. Auch ganz praktische Erwägungen zählen, dass etwa nach einer vollständigen Impfung für die Wahrnehmung von Freizeitangeboten nicht ständig ein aktueller Test vorgelegt werden muss.

Wichtige Gründe fürs Impfen

Auch die Sorge vor Spätfolgen durch eine Ansteckung und Erkrankung durch das Corona-Virus treibt die Eltern um. Ältere Schüler, die bereits ein Impfangebot angenommen haben, wollen zudem Long Covid-Folgen ermeiden. Wagener: „Wir wollen die Viren möglichst fern halten von der Schule und nicht erst warten auf Ostern, wenn die fünfte Welle mit der Omikron-Variante als Haupttreiber vielleicht ausklingt. Also: Immer ran mit der Spritze!“

In diesem Sinne bieten CRS und Kaulbach-Schule am 3. Februar die zweite Impfung an. Und am 4. Februar wird auch schon für die Schülerinnen und Schüler ab den siebenten Klassen die Auffrischungsimpfung angeboten.

Impfen im alten Amtsgericht

150 Impfdosen wurden bei der von den H-Hotels und der Dermatologie Nordwaldeck veranstalteten Coviod 19-Impfaktion verabreicht. Bereits vor dem offiziellen Beginn fanden sich Impfwillige vor dem ehemaligen Amtsgericht zur Erst-, Zweit- oder Boosterimpfung ein. Auch zahlreiche Jugendliche kamen mit ihren Eltern. Neben dem unkomplizierten Ablauf wurde die Atmosphäre des zum Impfzentrum umfunktionierten altehrwürdigen Sitzungssaals hervorgehoben.

„Wir wollen einen Teil zur Eindämmung der Pandemie beitragen, unseren Mitarbeitenden und den Menschen in der Region ein Impfangebot machen und freuen uns über die gute Annahme“, so CEO (Geschäftsführer) Alexander Fitz (H-Hotels). zudem sollte „eindringlich auf die äußerst angespannte Situation unserer gesamten Branche hinzuweisen.“ Für eventuelle weitere Impfungen der H-Hotels „stehen wir erneut bereit“, so Dr. Volker Merl (Dermatologie Nordwaldeck).

Weiter geht es im Bürgerhaus

Das Impfzentrum im Bürgerhaus Bad Arolsen bleibt noch über den 22. Januar geöffnet, wie dazu Dominik Wohl (Fachdienst Zentrale Dienste der Stadt Bad Arolsen). Impfungen werden mittwochs von 14 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr vorgenommen.

Nach Samstag, 22. Januar, wird nach Auskunft von Wohl entschieden werden, in welchem Maße das Angebot aufrechterhalten werden solle. Am Samstag, 15. Januar, war der Andrang deutlich niedriger als vorher: Mit 315 Impflingen lag die Zahl nach Auskunft von Wohl aber weiter auf einem hohen Niveau.

Hohe Nachfrage

Beim ersten Termin im Mini-Impfzentrum für die Allgemeinheit im November 2021 wurden 520 Einzeldosen Biontech Pfizer im Bürgerhaus Bad Arolsen verabreicht. . Danach hielt der Nachfrage weiter an und wurden weitere Impfstationen im Bürgerhaus geöffnet.

Mitzubringen sind die Krankenversicherungskarte, der Ausweis, der Impfpass, Unterlagen über die Erst- und Zweitimpfung sowie, möglichst bereits ausgefüllt, der Aufklärungsbogen und der Anamnese- und Einwilligungsbogen. Weitere Informationen auf der Homepage der Stadt Bad Arolsen.  (Armin Haß/red)

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