Der Familiengesichte nachgespürt

Erfolgreiche Familienforschung: Verzeichnis listet 900 Namen der Familie Leyhe auf

Eine Frau präsentiert alte Fotos in ihrem Wohnzimmer.
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Fotos belegen ein Stück Waldecker Geschichte: Traude Gottschalk, geb. Leyhe, mit einem alten Foto von der alten Gastwirtschaft Leyhe , heute „Post“. Auf dem Bild unten ist rechts das Vorgängergebäude des Hauses Leyhe zu sehen.

Bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts reicht die Familiengeschichte der Leyhes im Waldecker Land zurück. Hans und Traude Gottschalk aus Helsen gaben der WLZ einen Einblick in das familiengeschichtliche Werk des Cousins der Ehefrau, Theodor Leyhe.

Bad Arolsen-Helsen - Der 82-jährige ehemalige Kreisbeigeordnete des Werra-Meißner-Kreises hat die beiden Bände nach dreijähriger Forschung und Sammlung von Daten fertiggestellt. Wesentlichen Anteil hatte auch der aus Obernburg stammende Heimatforscher Volker Wiesemann.

Der im ostfriesischen Wittmund lebende Historiker ist ein Kenner der Leyhe-Sippen. Dank seiner Vorarbeiten konnten für einen Zeitraum von 650 Jahren zwischen Curden Ley in Korbach im Jahre 1369 und 2021 die Schicksale vieler Vorfahren in Haupt- und Seitenlinien miteinander verknüpft werden.

Von Vöhl ins Waldeckische ausgewandert

Die Familie der Helserin Traude Gottschalk, geb. Leyhe, stammt ursprünglich aus Dorfitter. Als ein Bauer aus dem damals zum hessischen Amt Vöhl gehörenden Ort ins Waldeckische auswanderte, entstand in Twiste die Keimzelle für die Twister und die Waldecker Leyhes.

Der 1697 in Dorfitter geborene Johann Friedrich Leyhe heiratete 1723 in Twiste Marie Katharina Isenberg, Tochter des begüterten Bauern Jakob Isenberg. Der Hof ist das Stammhaus der Waldecker Leyhen. Traude Gottschalk, geb. Leyhe, befasst sich ebenfalls mit der Geschichte und wird dabei von ihrem Ehemann Hans Gottschalk unterstützt.

Weit verzweigter Familienstammbaum

Sie stammt aus der Gastwirtschaft von Theodor Leyhe, das 1904/05 erbaute Haus an der B 252 ist heute die Post in Twiste, ein beliebtes Speiselokal. Freilich reichen die Verästelungen des Stammbaums in die ganze Republik, so nahmen an dem letzten Familientreffen, das 2005 in Korbach stattfand, Angehörige aus einem Bereich zwischen Kiel und Saarlouis teil. Zudem gibt es zwei Linien der Leyhes, die in St. Louis und Milwaukee neue Familien gründeten.

Schwerpunkte im Waldecker Land sind in Twiste, Diemelstadt und Diemelsee. Familiengeschichtliche und lokale historische Details beleuchtete Volker Wiesemann in zwei Vorträgen über die Korbacher Leyen und Leien sowie die Familie Leyhe in Dorfitter und Umgebung. Die Herkunft und die Bedeutung des Namens mögen vielfältig sein. Im Sauerland etwa wurde unter einem Leyendecker ein Dachdecker verstanden, Ley steht dann für Schiefer.

Auch der erfolgreiche Upländer Skispringer Stephan Leyhe ist familiär mit der großen Sippe verbunden. Theodor B. K. Leyhe aus Meinhard, Autor der Familiengeschichte, hat ein Verzeichnis von rund 900 Namen angefertigt. (Armin Haß)

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