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Farbenfrohes Jubelfest zum 150-jährigen Bestehen des Waldeckschen Diakonissenhauses vor dem Bad Arolser Schloss

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Von: Armin Haß

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Musikalischer Höhepunkt zum 150. Jubiläum des WDS war das Konzert der Medlz vor dem Schloss.
Musikalischer Höhepunkt zum 150. Jubiläum des WDS war das Konzert der Medlz vor dem Schloss. © Armin Haß

Bad Arolsen – Mit einem bunten Programm feierte das Waldecksche Diakonissenheim (WDS) das 150. Jubiläum.

Heizten „Müller, Meier, Schulze“ zunächst beim internen Mitarbeiter-Fest am Freitag auf dem Schlosshof ein, so lud das WDS alle Musikfreunde für das Medlz-Konzert und eine Licht- und Feuershow von Chapeau Bas ein. Das Vokal-Quartett aus Dresden zog vor 1100 Besuchern alle Register seines Könnens mit einfühlsam gecoverten Songs aus der Rockgeschichte, dem Chanson oder Bereich Balladen. Die Top-Formation bot ein erfrischendes Konzert an einem tropischen Sommerabend.

Highlight zum Abschluss war die farbige Lasershow mit feurigen Einlagen auf der Bühne.

Wandel in der Diakonie

Beim Bürgerfest stellte sich das WDS vor und wurde beim Gottesdienst mit Bischöfin Beate Hofmann, WDS-Vorsteher und Diako-Geschäftsführer Pfarrer Oswald Beuthert, Pfarrerin Kerstin Ries-Beutherr sowie Beschäftigten der diversen Einrichtungen in Waldeck-Frankenberg an die Wurzeln erinnert.

Vor dem Hintergrund der biblischen Geschichte vom barmherzigen Samariter und dem anfänglichen WDS-Motto „Dem Herrn mit Freuden dienen“ ging Bischöfin Hofmann auf die gewandelte Motivation der heutigen Beschäftigten ein: Der Glaube an Gott stehe zwar mehr oder weniger im Hintergrund, geblieben sei sowohl im haupt- wie im ehrenamtlichen Bereich das Gebot der Nächstenliebe und die Hilfe für die, die sie benötigen.

Belastungen

Die Freude an dem Tun für alte wie junge Menschen habe gerade durch die zusätzlichen Belastungen der Beschäftigten in den beiden vergangenen Jahren der Corona-Pandemie gelitten, sagte die Bischöfin der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck. Die Erschöpfung bei den Pflege- und Betreuungskräften sehe sie mit Sorge.

Diako-Geschäftsführer Stefan Kiefer erinnerte daran, dass aus der vor 150 Jahren geborenen Idee der waldeckischen Fürstin Helene die Diako Waldeck-Frankenberg geworden sei, in der das christliche Menschenbild seine Bedeutung behalten habe.

Wette eingelöst

Seine Ururgroßmutter wäre stolz, wenn sie die Entwicklung ds WDS jetzt wahrnehmen könnte, sagte Prinz Carl Anton zu Waldeck und Pyrmont.

Der von einer Auswahl von Bläsern des Kirchenkreises unter Oliver Klaus und Petra Bangert, Klavier, musikalisch umrahmte Gottesdienst klang mit der Auflösung einer Wette aus: Der Waldeckische Sängerbund sangt mit über 117 Sängerinnen und Sängern unter der Leitung von Rüdiger Pfankuche und bekam von der Diako 250 Euro für die Jugendarbeit.

Erster Stadtrat Udo Jost moderierte ein buntes Bühnen- und Straßenprogramm mit zahlreichen Gruppen. (Armin Haß )

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