Fußball-Gruppenliga: Mengeringhäuser zeigen sich in Homberg erholt

Freude und Ärger über 4:4 - TuSpo-Spielertrainer Gutmann schnürt Dreierpack

Andre Gutmann (rechts)
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Hier geht der falsche Boden: Mit dem Dreierpack gegen Homberg müssten eigentlich die Mitspieler vor Andre Gutmann (rechts) auf die Knie gehen.

Wie verarbeiten die Mengeringhäuser Fußballer das 2:7-Desaster gegen die SG Goddelsheim? Auf diese Frage gab die Mannschaft um das Trainergespann André Gutmann/Marcel Schilling in Homberg die passende Antwort: Punktgewinn durch ein 4:4 (1:2).

Mengerringhausen – Natürlich lieferte auch dieses Spiel den TuSpo-Kickern genügend Argumente zum Hadern und Ärgern. Da war der verschossene Elfmeter in der 34. Minute oder die 4:3-Führung, die nicht über die Zeit gerettet werden konnte. Doch für Coach Schilling war die wichtigste Erkenntnis, dass „wir nach dem 2:7 so eine gute Reaktion gezeigt haben“.

Die Mengeringhäuser tasteten sich auch nicht unsicher und vorsichtig in diese Partie hinein, sie legten sofort los, erarbeiteten sich Chancen. Bei einer wurde Gutmann im Strafraum gefoult. Den Elfmeter verwandelte Sven Schwedes (16.) zur Führung.

Doch schon wieder zu früh oder zu lange gefreut, denn nur drei Minuten später kommt der Ball zu Arnold Gerber der ausgleicht. Aber die TuSpo-Moral stimmte diesmal: Gutmann (31.) verwertete eine Flanke mit einem Seitfallzieher zum 2:1. Sehenswert! Zum Hinschauen war auch die Reaktion von FCH-Torwart Hypscher, der in der 34. Minute den eigentlich gut geschossenen zweiten Foulelfmeter von Sven Schwedes parierte. Dennis Jakob war zuvor gefoult worden. Er war es danach auch, der zu einem Solo ansetzte, doch der Schuss war für einen Torerfolg zu schwach.

Nach dem Wechsel unkonzentrierte Handlungen

Möglicherweise waren es auch diese vergebene Chancen, die die TuSpo-Kicker nach dem Wechsel zu unkonzentrierten Handlungen verführte. Nick Körber (50.) und Louis Kusan (54.) mit einem Weitschuss in den Winkel drehten innerhalb von nur vier Minuten die Partie. „Homberg hat oft nur mit langen Bällen agiert, eigentlich sind die leicht zu verteidigen“, betont Schilling, Aber bei beiden Treffern habe er ein schlechtes Defensivverhalten bei seiner Elf gesehen: „Wir waren erneut nicht nah genug an den Gegenspielern. Dass wir hinten nicht kompakt stehen, ist derzeit unser Hauptproblem“, analysiert der Coach.

Er kommt aber sehr schnell wieder auf die den Lobespfad zurück. „Wie wir diesen Rückstand weggesteckt haben, war klasse. Wir haben danach die Homberger ordentlich gestresst.“ Der TuSpo übernahm das Kommando, erarbeitete sich Chancen, eine davon staubte Gutmann (73.) zum Ausgleich ab, nachdem der Keeper den Ball nach einem Schuss von Luca Luether nur abklatschen konnte.

Derzeit nicht die Mittel für ein undurchdringliches Bollwerk

Und sieben Minuten später schnürte der Spielertrainer sogar ein Dreierpack: Nach einer guten Kombination zirkelte er den Ball von halblinks ins lange Ecke.

Nun bäumten sich die Homberger noch einmal auf und die TuSpo-Elf findet derzeit nicht die richtigen Mittel, ein undurchdringliches Bollwerk aufzubauen oder einen Konter erfolgreich abzuschließen. Die Gastgeber kombinierten sich durch und nach einem Schuss von Maximilian Sobocinskis (87.) landete der Ball zum 4:4 im Netz.

Normalerweise würde man sagen, zwei verlorene Punkte für den TuSpo, aber nach dem 2:7 vom Freitag, ist es auch ein gewonnener Zähler für die Mengeringhäuser. (rsm)

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