Jetzt geht es los

Genehmigung für Windpark in Mengeringhausen ist da

Bad Arolsen/Mengeringhausen. Die Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz für den ersten Bauabschnitt Windenergieanlagen im Stadtwald Mengeringhausen ist da.

Statt der bisher geplanten zwölf Anlagen sollen es jetzt nur noch sechs Anlagen werden, mit der Option zum Bau weiterer drei Anlagen. Eine der ersten sechs Windenergieanlagen soll eine Bürgeranlage werden.

Derzeit wird die Bürgerbeteiligung geprüft. „Das ist viel Aufwand, aber der Prozess läuft“, sagte der Bad Arolser Bürgermeister Jürgen van der Horst.

Viele Kompromisse sind in die Planungen eingeflossen, erläuterte Ekkehard Darge vom Investor wpd - think energy. Insgesamt werde an die betroffenen Kommunen (Bad Arolsen, Twistetal und Diemelsee) ein Landschaftsschutzausgeleich in Höhe von 200.000 Euro gezahlt. Damit können landschaftsverbessernde Maßnahmen umgesetzt werden.

Ab Februar geht es los mit der Vorbereitung der Flächen. Noch vor Beginn der Brutzeit sollen die Bäume gefällt werden. Der Tiefbau soll im zweiten Quartal beginnen, der Anlagenbau im dritten und im vierten Quartal durchgeführt werden. Der Zufahrtsweg an der Warthe wurde aus den Planungen genommen. Dafür wird ein bisher nicht mehr nutzbarer Weg zwischen zwei Anlagen neu aufgebaut. Der Anschluss ans Stromnetz wird in die Fläche des nahen Umspannwerkes integriert.

Mengeringhausen von oben: Links liegt Mengeringhausen. Im oberen rechten Bereich ist der Stadtwald Mengeringhausen zu sehen. Dort sollen sechs Windenergieanlagen gebaut werden. Im kleinen Bild eine Visualisierung von drei Anlagen. Foto:  Wüllner/Grafik: wpd/nh

Weitere Fortschritte macht auch die Planung des zweiten Bauabschnitts mit drei weiteren baugleichen Anlagen des Typs Nordex N 117 (Höhe: 199 Meter). Neun Anlagen sollen insgesamt realisiert werden. Naturschutzfachliche Ergebnisse haben den Investor zur Streichung zwei weiterer Standorte bewogen. „Damit werden aber auch die Schall- und Schattenimmissionen für die Anwohner weiter verringert“, sagte Projektleiter Ekkehard Darge, „und die Wirtschaftlichkeit des Projekt sogar noch verbessert werden, da weniger Abschaltzeiten für die Anlagen nötig werden. Gestrichen wurden die Anlagen in der Nähe des Weißen Steins. Auch die geplanten Anlagen im nördlichen Bereich wurden zurückgenommen. „Es gab sehr umfangreiche Erhebungen, die weit über das übliche Maß hinausgehen“, sagte Darge. Der Abstand der Anlagen zum Beispiel zur Straße "Feldflosse" liege bei 1300 Metern.

„Es gibt auch nicht nur Ablehnung zu diesem Projekt, sondern eine breite politische Unterstützung“, sagte van der Horst. Bis Ende des Jahres 2016 soll das Projekt komplett sein und alle neun Anlagen stehen. Die Pachteinnahmen fließen aber schon jetzt in den Haushalt der Stadt. Das war Bestandteil des Haushaltssicherungskonzeptes zur Entlastung des Haushaltes.

Von Monika Wüllner

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