Erlebnistag mit Probekursen

Golfplatz am Twistesee noch insektenfreundlicher gestalten

Der Golf- und Landclub Bad Arolsen will noch mehr für die Insekten und die pflanzliche Vielfalt auf dem 23 Hektar großen Spielgelände tun. Geschäftsführer Andreas Motyl (links) und Clubpräsident Udo Lossau stellen die neu angelegte Blumenwiese vor.
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Der Golf- und Landclub Bad Arolsen will noch mehr für die Insekten und die pflanzliche Vielfalt auf dem 23 Hektar großen Spielgelände tun. Geschäftsführer Andreas Motyl (links) und Clubpräsident Udo Lossau stellen die neu angelegte Blumenwiese vor.

Bad Arolsen-Wetterburg – Der Golfplatz am Twistesee soll noch insektenfreundlicher werden. Am 29. Mai gibt es einen Erlebnistag.

Auf einem 250 Quadratmeter großen Abschnitt der insgesamt 23 Hektar großen Anlage ist eine Blumenwiese angelegt worden„Das ist erst der Anfang von weiteren Maßnahmen“, ist der Präsident des Golf- und Landclubs Bad Arolsen, Udo Lossau, überzeugt.

So geht es weiter

Angeregt vom Deutschen Golfverband, wird der Club mehr für die biologische Vielfalt auf die seit 1997 bestehende Anlage unternehmen. Andere Clubs seien da schon weiter, räumt Lossau ein.

Hier folge der Arolser Verein den Empfehlungen des eigenen Dachverbandes und des Naturschutzbundes (Nabu) für die Auswahl des Saatgutes. Lossau denkt darüber nach, auch noch Nistkästen an den Bäumen anzubringen, die bei der Anlage des Platzes gepflanzt worden sind.

Bäume am Platz

„Das sind viele Hundert Bäum und Sträucher“, erklärt der Clubpräsident. Apfel-, Birnen-, Mirabellen- und Zwetschenbäume, die alle mit ihrer Blütenpracht auch Insekten anlocken, sowie weitere Baumarten und Sträucher sind auf dem weitläufigen Gelände gesetzt worden.

Das war zum einen eine Auflage der Naturschutzbehörde, die die Umwandlung ehemaliger Ackerflächen in einen Golfplatz begleiteten. Zum anderen liege es auch im Interesse der Golffreunde, in einem naturnahen Umfeld ihrem Sport nachzugehen. Vögel brüten auf dem Gelände, aber auch Fuchs und Hase werden auf dem Platz beobachtet.

Neue Wege gehen

Bei der Anlage der Wildblumenwiese wird die Natur aber nicht gänzlich sich selbst überlassen, wie Lossau erklärt. Im Herbst sei eine Mahd erforderlich, damit sich auch im kommenden Jahr eine Blütenpracht entfalten kann.

Bei der Pflege der Rasenflächen geht der Golfplatzbetreiber Andreas Motyl auch andere Wege. So werde weniger Dünger auf den Grüns und den umliegenden größeren Rasenflächen eingesetzt. Wenn das Gras mehr belüftet und vertikutiert werde, dann könnten die einzelnen Pflanzen besser wachsen und tiefer wurzeln. Damit werde auch der Wasserverbrauch verringert. Das feuchte Element wird übrigens aus einem eigenen Brunnen gefördert.

Kurse zum Schnuppern

Der Club verspürt in der Pandemie nach einem starken Rückgang der Mitgliederzahlen in vergangenen Jahren laut Lossau „einen schönen Zuspruch von Menschen“, die gerne in der Natur Sport treiben wollten. Inzwischen sind es über 500 Golffreunde. Der Club hatte in Spitzenzeiten 600 Mitglieder, deren Zahl war aber vor Jahren stark zurückgegangen auf gut 300 Golffreunde und ist kurz vor der Pandemie auf gut 450 angestiegen.

Mit einem Golf-Erlebnistag will der Bad Arolser Golf- und Landclub am Samstag, 29. Mai, von 10 bis 16 Uhr noch mehr Interesse am Golfsport wecken. Dazu können sich Interessierte noch unter der Rufnummer 05691/628444 melden und Termine für kostenlose Schnupperkurse durch den Professional Tim Baehr unter den Hygiene-Auflagen vereinbaren.

Tipps vom Profi

Seit dem vergangenen Jahr findet der Golfsport aufgrund der Pandemie nur eingeschränkt statt: Statt der Vierer-Flights (gemeinsam spielende Golfer)sind nur Zweier-Flights erlaubt, sind Clubhaus und Gaststätte für den Aufenthalt nicht geöffnet. Lediglich Speisen zum Abholen dürfen geordert werden.

Das Clubleben wie bisher ist damit fast völlig zum Erliegen gekommen. Immerhin gelang es im vorigen Jahr, eine Bambini-Gruppe zu gründen. Ferner bietet die Christian-Rauch-Schule, sofern die Corona-Auflagen keinen Strick durch die Rechnung machen, Golf als Schulsport an. Sportlich und für die weitere Entwicklung des Clubs sind junge, talentierte Spieler wichtig.

Probleme durch Corona

Die Corona- Einschränkungen führten dazu, das die großen Turnier, die nach Auskunft von Motyl wichtig für die Umsätze sind, ausfallen. Angesichts der derzeitigen Lage im Landkreis Waldeck-Frankenberg falle es schwer, wieder Wettkämpfe auszuschreiben, auch wenn bundesweite Trend eine starke Abnahme der Fallzahlen verheißt. (Armin Haß)

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