Größter Arbeitgeber in Arolsen: Bathildisheim präsentiert Pläne

Bathildisheim mittendrin: (von links) Hans-Jürgen Scherer, Christian Geyer und Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Hausmann präsentieren den schönen neuen Auftritt des Bathildisheims mit einer erfrischenden grünen Note. Foto:  Wüllner

Bad Arolsen. Der Vorstand des Bathildisheims und auch der Aufsichtsrat blicken zuversichlicht in die Zukunft. Beim größten Arbeitgeber in der Barockstadt erstrahlt das neue Logo jetzt in frischem Grün und stellt mit dem Wasserzeichen und dem darin enthaltenen Kreuz einen Bezug zur Diakonie her.

Inklusion wird im Bathildisheim schon lange gelebt. In vielen Bereichen ist das Bathildisheim Vorbild und Vorreiter. Wie zum Beispiel in der Schule in Rosenthal in Kooperation mit der Karl-Preising-Schule, in der alle vier Jahrgänge inklusiv beschult werden. In der Region des Landkreises seien weitere Kooperationsklassen ausgeweitet worden, berichtete Christian Geyer, Fachlicher Vorstand.

Neu ist die Einrichtung eines Büros für leichte Sprache. Die interne und externe Kommunikation soll damit leichter werden. „Der vielfältige Bedarf geht nur in Zusammenarbeit mit Menschen mit Lernbehinderung“, erklärte Hans-Jürgen Scheerer, Kaufmännischer Vorstand. Und Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Hausmann ergänzte, dass alle Projekte wirtschaftlich getragen werden sollen. Grünes Licht - passend zum grünen Logo - habe der Aufsichtsrat gegeben. Hausmann betonte, dass das Bathildisheim die Arbeitsplätze erhalten und ausbauen wolle. Einvernehmlich sei dabei auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Arolsen.

Erfreulich sei die Entwicklung der Tochterfirma Digitar. Das Callcenter arbeitet jetzt eng mit dem Unternehmen Porzellan Rüger zusammen. Rüger ist auch im Internetgeschäft aktiv, die Callcenter-Mitarbeiter übernehmen außerhalb der Geschäftszeiten Kundenanfragen. Und es habe schon zwei weitere Anfragen von Unternehmen gegeben.

Noch in diesem Jahr soll die Werkstatt des Bathildisheims vom Standort in der Bathildisstraße an den Standort am Berufsbildungswerk verlegt werden. Ein Teil soll zudem nach Neu-Berich verlegt werden. Dort soll unter anderem die Wäscherei erweitert werden. Ausgebaut werden soll auch das Angebot für Menschen mit komplexer Behinderung, analog zum Volkmarser Tagwerk. Dabei gehe es um den Zugang zur beruflichen Bildung und Teilhabe am Arbeitsleben.

Jeder soll nach seinen Möglichkeiten eingebunden werden. Dabei erscheint es nahzu unglaublich, dass Menschen mit komplexer Behinderung per Gesetz von der Möglichkeit einer Beschäftigung in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung ausgeschlossen werden. Das Bathildisheim erwartet vom Bundesteilhabegesetz, dass diese Diskriminierung beendet wird.

Von Monika Wüllner

www.bathildisheim.de

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.