Mengeringhausens Trainer trifft erstmals auf Ex-Club

Gruppenliga: Kreisduell TuSpo gegen Goddelsheim eine Premiere für André Gutmann

Lauerstellung: Philipp Schwedes (links), zuletzt starker Abwehrchef des TuSpo Mengeringhausen, schaut wie Robin Pieper (Goddelsheim/Münden), wohin der Ball fliegt. Die Szene stammt vom letzten Duell beider Teams im November 2019.
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Lauerstellung: Philipp Schwedes (links), zuletzt starker Abwehrchef des TuSpo Mengeringhausen, schaut wie Robin Pieper (Goddelsheim/Münden), wohin der Ball fliegt. Die Szene stammt vom letzten Duell beider Teams im November 2019.

Wenn Waldecks Gruppenligisten unter sich sind, ist das nicht zwingend ein Derby, aber eine Partie wie jede andere auch nicht. Vor allem nicht das Treffen dieser beiden.

Ganz bestimmt gilt das für das Gastspiel der SG Goddelsheim/Münden an diesem Freitag (18 Uhr) zum Auftakt des – bei den meisten Trainern – unbeliebten Doppelspieltags in Mengeringhausen. Schließlich bekommt es TuSpo-Spielertrainer André Gutmann zum ersten Mal mit der Mannschaft zu tun, deren spielender Coach er bis zu seinem Wechsel im Juli 2020 vier Jahre war.

Die Premiere des Duells zwischen aktuellem und Ex-Team wäre vergangene Saison fällig gewesen. Corona ließ es nicht zu. Nun also heute das erste Wiedersehen. Den besonderen Charakter streitet Gutmann nicht ab. „Wenn ich das verneinen würde, würde ich lügen.“ Mit vielen der heutigen Gegner hat er nicht nur Laufwege und Passspiel einstudiert, man läuft sich gelegentlich auch heute noch über den Weg, Gutmann arbeitet in Goddelsheim bei der Stadt.

Sein Nachfolger Jens Fresen und er haben sich auf einer Hochzeit kennengelernt. „Wir haben uns das ein oder andere Mal schon über Fußball ausgetauscht. Das ist sehr angenehm“, sagt Fresen.

Diese Dinge werden mit Anpfiff ausgeblendet. „Jeder will die drei Punkte mitnehmen, ganz klar“, weiß Gutmann. Im Favoriten-Pingpong weist er den Gästen die Rolle des stärker eingeschätzten Teams zu. Er hat sie beim 3:0 über Altenlotheim gesehen und den Eindruck gewonnen, dass sie trotz ihrer Abgänge und auch dank der Neuzugänge Michael Kuhnhenne und Tim Fresen eine Liga-Größe geblieben ist. „Ich traue ihr im Endtableau einen Platz unter den ersten Fünf zu.“

SG Goddelsheim: Schub durch letzten Sieg?

Auch das Abschneiden bisher spricht für die Lichtenfelser – sie sind Sechster, Mengeringhausen Vorletzter. Was zeigt, wo der größere Erfolgsdruck liegt. Gutmann hofft auf Schub aus dem jüngsten 3:1 gegen Felsberg. Ausgerechnet zwei Torschützen aus dieser Partie der ersten Punkte fehlen am Wochenende: Verteidiger Denny Benndorf und Adam Sek sind im (länger angekündigten) Urlaub.

„Es ist wie es ist“, sagt Gutmann über die Schwächung, die wegen der Sonntagspartie schwer wiegt. Das Problem hätten auch andere Teams, und zudem hätten die Spieler monatelang nicht reisen dürfen. Umbau heißt das für die TuSpo-Abwehr, aus der Benndorf mit seiner prima Form schwer wegzudenken ist.

Jens Fresen hat ebenfalls seine Sorgen, freilich den größeren Kader. Benjamin Wendel (Leiste), Robin Pieper (privat), Niklas Göbel (Leiste) und Marco Vesper (Sperre) fallen aus. Fraglich sind noch Raoul Mitze (Wade) und Daniel Butterweck (privat). „Da müssen wir auch im Hinblick auf Sonntag gucken, wie wir insgesamt die Belastung verteilt bekommen“, sagt Fresen.

Für den Medebacher ist das Treffen an der Hagenstraße ein Spiel wie andere auch. „Für die Jungs ist es sicherlich etwas anderes, gegen ihren alten Trainer, mit dem sie so lange erfolgreich zusammen gearbeitet haben, zu spielen. Sie werden hoch motiviert sein und freuen sich auf das Spiel“, sagt er.

Fresen weiß um das Selbstvertrauen, das seine Spieler in den letzten drei Partien einschließlich des 1:2 in Mengsberg aufgebaut haben. „Ich warne aber davor, irgendein Spiel zu unterschätzen“, betont er, „wir müssen weiter immer Vollgas geben.“

Beide Teams müssen natürlich auch am Sonntag wieder ran. Der TuSpo spielt beim FC Homberg. Die Lichtenfelser empfangen in Goddelsheim die SG Brunslar/Wolfershausen. (mn/bb)

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