Schiedsrichter sah Ball im Aus, statt im Tor

0:1 – Mengeringhäuser fühlen sich in Edermünde um einen Punkt betrogen

Phantomtorschütze? Pascal Löhndorf (links, hier in der vorigen Saison im Spiel gegen Melsungen) glich für Mengeringhausen aus, doch das Tor zählte nicht.
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Phantomtorschütze? Pascal Löhndorf (links, hier in der vorigen Saison im Spiel gegen Melsungen) glich für Mengeringhausen aus, doch das Tor zählte nicht.

Gäbe es den Chip im Ball, hätten die Gruppenligafußballer des TuSpo Mengeringhausen jetzt den ersten Punkt der Saison.

Holzhausen – Da ist er, der erste Punkt in der neuen Saison – dachten die Fußballer des TuSpo Mengeringhausen bei ihrem Gruppenliga-Auftritt am Freitagabend beim SC Edermünde. Doch am Ende stand der erste Saisonsieg der Gastgeber, der durchaus glücklich war, weil sich die gleichwertig agierenden Mengeringhäuser einen Punkt verdient gehabt hätten.

So sah es Marcel Schilling, der neue Co-Trainer des TuSpo, der zusammenfasst: „Einstellung und Mentalität der Mannschaften stimmen - und eigentlich auch das Ergebnis.“ Gefühlt gehe man mit einem Remis nach Hause, so Schilling.

Ball im Tor, Schiri sagt „Abstoß“

Was war passiert? In der 86. Minute hatte André Gutmann von außen hineingeflankt, und Pascal Löhndorf stach von hinten heran und bugsierte den Ball ins Tor. „Der Torwart hat den Ball aus dem Tor geholt. Aber der Schiedsrichter hat auf Abstoß entschieden, weil er den Ball neben dem Kasten sah“, berichtete Schilling von ungläubigen Mienen selbst bei Spielern und Zuschauer aus Edermünde. Lukas Heineck aus Marburg nutzte sein Doktortitel nichts, der Assistenzarzt stellte wohl die falsche Diagnose. Großes Pech für die Mengeringhäuser, deren Aufwand nicht belohnt wurde.

Schon im ersten Durchgang hielten die Gäste gut mit, Sekunden vor dem Pausenpfiff aber kassierten sie das 0:1 als Folge von schlechtem Zweikampfverhalten und Unachtsamkeiten. Julian Bachmann „vernaschte“ noch einen Gegenspieler und lochte dann ein.

In der zweiten Halbzeit bäumte sich der TuSpo nach besserem Beginn des SCE vor allem in der Schlussviertelstunde mächtig auf. Inzwischen hatte Mengeringhausen auf zwei Spitzen umgestellt – Gutmann lief neben dem eingewechselten Jakobschak im Sturm auf, Sven Schwedes als „Zehner“. Doch im kampfbetonten Spiel auf regennassem Rasen mit einigen unnötig harten Grätschen fehlten die klaren Aktionen. „Der letzte Ball hat gefehlt oder war zu ungenau, um mehr Gefahr auszustrahlen“, gab Co-Trainer Schilling zu.

Er und Trainer André Gutmann müssen nun die Waden der der Spieler wieder locker kriegen. Sonntagnachmittag gehts in Brunslar schon weiter.  (schä)

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