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Auto als Hauptgewinn der Arolser Viehmarktslotterie geht an junge Familie

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Von: Armin Haß

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Hauptgewinner der Bad Arolser Viehmarktslotterie: das Ehepaar Theresa und Christoph Nagel mit Thea und Anna; außerdem, von links: Autoverkäufer Alexander Iltner vom Autohaus Ostmann,  Marktleiter Wilhelm Müller und Bürgermeister Marko Lambion.
Hauptgewinner der Bad Arolser Viehmarktslotterie: das Ehepaar Theresa und Christoph Nagel mit Thea und Anna; außerdem, von links: Verkaufsberater Alexander Iltner vom Autohaus Ostmann, Marktleiter Wilhelm Müller und Bürgermeister Marko Lambion. © Armin Haß

Besucherströme vor allem am Wochenende beim 289. Kram- und Viehmarkt. Viehmarktsauto vergeben.

Bad Arolsen – So schnell ging es schon lange nicht: Nur wenige Stunden nach der Ziehung des Hauptgewinns bei der Viehmarktslotterie in Bad Arolsen meldete sich Christoph Nagel aus Nieder-Waroldern mit dem Gewinnlos Nummer 10 360, das er dann gegen die Zündschlüssel für einen flotten Skoda Fabia tauschte.

Das passt

Bürgermeister Marko Lambion, Marktleiter Wilhelm Müller und Verkaufsberater Alexander Iltner vom Autohaus Ostmann händigten Schlüssel und Papiere aus.

Ungläubig staunend las Nagel die Nummer auf den frisch ausgehängten Gewinnloslisten am Verwaltungslisten. Der Gewinn kommt genau recht. Denn ein älteres Zweitauto kam gerade eben so durch den TÜV, so freuen sich Christoph Nagel und seine Ehefrau Theresa sehr über das rot-schwarze Auto mit einem 59 Kilowatt starken Ein-Liter-MIT-Motor, Fünf-Gang-Schaltung und diversen Assistenzsystemen.

Das Festzelt war voll

10.000 der insgesamt 20.000 Lose wurden nach Auskunft von Marktleiter Wilhelm Müller allein am Samstag beim Verwaltungszelt gekauft.

Der 289. Bad Arolser Kram- und Viehmarkt war besonders gut am Samstag und Sonntag besucht. Brechend voll war am Samstagabend etwa das Festzelt beim dreistündigen Konzert der lokalen Cover-Band „Müller, Meier, Schulze“. über guten Besuch freute sich auch der Festwirt in der Reithalle.

Break Dancer beim 289. Kram- und Viehmarkt Bad Arolsen.
Break Dancer beim 289. Kram- und Viehmarkt Bad Arolsen. © Armin Haß

Für den Sonntagabend wurde nach der wegen der Dürre erfolgten Absage des Feuerwerks weniger Besuch als sonst am Sonntagabend erwartet. Über 140 Besucher freuten sich beim Gottesdienst im Festzelt mit den Posaunenbläsern des Kirchenkreises der Schausteller-Pfarrer Volker Drewes, der seit 25 Jahren dabei ist, und sein Arolser Kollege Uwe Hoos-Vermeil, für den es der letzte Viehmarktsgottesdienst war . Ein „Durchhaltetröpfechen“ überreichte Drewes Marktdirektor Müller, der nach 25 Jahren ebenfalls in Ruhestand geht.

Schnell Ersatz gefunden

Rudi Robrahn hatte Müller bei der traditionellen Schaustellerbesprechung die Ehrennadel für die gute Zusammenarbeit überreicht.

Nach zweijähriger pandemiebedingter Pause musste von den Fahrgeschäftbesitzern nur der Betreiber des Krake, und zwar wegen technischer Probleme, absagen. Mit dem „Devil Rock“ wurde dann Ersatz geschaffen.

Rettungsgassen geschaffen

Wegen der Brandschutzstreifen im Bereich der Verkaufsstände konnte ein Dutzend Buden nicht wie gewohnt aufgestellt werden. Doch anderweitig konnten Stände aufgestellt oder vergrößert werden.

Wilhelm Müller hofft, dass im kommenden wieder das Gewerbezelt aufgestellt wird. In diesem Jahr musste der Inhaber absagen. Es wären nur 30 Prozent der bisher beteiligten Firmen dabei gewesen. Umso mehr erfreut ihn, dass ein Autohaus kurzfristig bereit war, vom bisherigen Platz am Königsberg auf das Gelände des Gewerbezeltes umzuziehen.

Zustrom wie vor der Pandemie

Der 289. Kram und Viehmarkt in Bad Arolsen lockte besonders ab Freitagabend die Besucher auf den Königsberg. Nach den Beobachtungen der Polizei etwa war der Zustrom wie vor der Corona-Pandemie.

„Wenn ich in die Gesichter der Menschen blicke, dann herrscht Freude darüber, dass man wieder zusammenstehen und zusammen feiern kann“, fasste Bürgermeister Marko Lambion seine Eindrücke am Sonntagmittag nach etwa dreieinhalb Tagen und angesichts eines erneut großen Zustroms an Besuchern zusammen.

Los- und Imbissbude beim 289. Kram- und Viehmarkt Bad Arolsen 2022.
Los- und Imbissbude beim 289. Kram- und Viehmarkt Bad Arolsen 2022. © Armin Haß

„Die Stimmung bei den Marktbeschickern und Inhabern von Fahrgeschäften ist gut“, berichtet Marktleiter Wilhelm Müller gestern vorbehaltlich einer abschließenden Besprechung und mit Blick auf gut besetzte Fahrgeschäfte. Für ein Volksfest dieser Größe habe es bisher wenige Straftaten gegeben, berichtete am Sonntagmittag als Polizeiführer Jörg Petter. Besonders ab der Nacht auf Samstag habe es so ab 2 Uhr Fälle von Körperverletzung im „unteren zweistelligen Bereich“ gegeben. Die Streithähne waren vor allem alkoholisiert.

Polizeibeamte beim 289. Kram und Viehmarkt Bad Arolsen.
Polizeibeamte beim 289. Kram und Viehmarkt Bad Arolsen. © Elmar Schulten

Nach bisheriger Bilanz gab es zwar Verletzte, die aber nicht in stationäre Behandlung gebracht werden mussten. Etwa ein halbes Dutzend Personen mussten wegen Widerstands gegen Polizeibeamte und zur Aufnahme der Personalien mit auf die Wache gehen. Es gab aber nur vorübergehende Festnahmen. Im „mittleren zweistelligen Bereich“ bewege sich die Zahl der Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr, vor allem Verstöße gegen Parkverbote. So wurde das absolute Halteverbot in einigen Fällen missachtet, abgeschleppt werden musste aber kein Fahrzeug.

Petter lobt das von der Stadt in Zusammenarbeit mit Polizei und Rettungsdiensten erstellte Sicherheitskonzept, bei dem zum ersten Mal die interkommunal beschafften Fahrzeugsperren rund um den Marktplatz zum Einsatz kamen und von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes zwischen 9 und 3 Uhr bewacht und bei Bedarf geöffnet wurden. 

Blick aufs Riesenrad beim 289. Kram- und Viehmarkt Bad Arolsen 2022.
Blick aufs Riesenrad beim 289. Kram- und Viehmarkt Bad Arolsen 2022. © Armin Haß

Neben den Beamten verschiedener Polizeistationen waren Angehörige der Bereitschaftspolizei im Einsatz. Beamte in Uniform zeigten auf dem Marktgelände und im Stadtgebiet Präsenz. Zum ersten Mal wurden bei einem Kram- und Viehmarkt in Bad Arolsen die für insgesamt 400 000 Euro angeschafften Fahrzeugsperren eingesetzt, die nach der Amokfahrt beim Rosenmontagsumzug Volkmarsen 2020 gemeinsam mit Diemelstadt, Volkmarsen und Breuna angeschafft worden waren.

Davor kamen Betonblöcke zum Einsatz, die aber als weniger sicher gelten. Zudem wurden Rettungsgassen zwischen Ständen und Fahrgeschäften eingerichtet. (Armin Haß )

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