Kirche ein Hort für Dohlen: Mengerinhausen erhält Umweltpreis der Landeskirche

Vor dem Mengeringhäuser Kirchturm: Uwe Hesse, Umweltbeauftragter der Landeskirche, Friedhelm Wernz (NABU), Pfarrerin Silvia Brusius (Wellen), Christian Solms und Georg Dembowski (NABU), Juryvorsitzende Ute Stey, Laudator Wolfgang Riek und der Mengeringhäuser Pfarrer Uwe Jahnke mit einem Dohlenkasten. Foto:  Saure

Mengeringhausen. Für den einen sind es Pastors Tauben. Für die Mengeringhäuser Kirchengemeinde sind Dohlen schützenswerte Geschöpfe Gottes, für deren Schutz sie mit dem Umweltpreis der Evangelischen Landeskirche Kurhessen-Waldeck 2014 ausgezeichnet wurde.

In einem Festakt überreichte Jury-Vorsitzende Ute Stey Pfarrer Uwe Jahnke die Urkunde samt Scheck über 2000 Euro.

Obwohl wertvolles Kirchengebälk kontra schützenswerte Geschöpfe auch finanziell abgewogen werden müsse, habe sich die Kirchengemeinde für ein Haus Gottes als Wohnort für Mensch und Tier entschieden. Und obwohl die kleinsten der heimischen Rabenvögel erheblichen Dreck verursachen, haben sie doch auch Vorteile für die gotische Hallenkirche: Sie halten nämlich die richtigen Tauben fern.

Laudator und Jurymitglied Wolfgang Riek erinnerte sich an seine beruflichen Anfänge bei der HNA in Arolsen vor 30 Jahren, als es in der St.-Georgskirche schon Dohlenkolonien gab. „Durch ihr Engagement sind die Überlebenschancen der Dohlen in Nordwaldeck sogar gestiegen“, lobte er den Preisträger, der sich beim Naturschutzbund (NABU) Rat geholt hatte.

Juryvorsitzende Ute Stey überreichte den Umweltpreis, der zum elften Mal ausgelobt wurde, für diesen nachhaltigen Beitrag zum Artenschutz.

Glückwünsche und ein Fernglas zur Beobachtung der Tiere überbrachte Silvia Brusius, Pfarrerin in Wellen. Sie hatte den Preis 2013 für die Umweltarbeit der Gemeinde gewonnen. Pfarrer Jahnke bedankte sich besonders bei Friedhelm Wernz und Georg Dembowski vom NABU Twistetal, die zum Gelingen des Projektes beigetragen hatten.

Von Heike Saure

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