Junge trieb reglos im Wasser

Nach dramatischen Szenen am Twistesee: Oma bedankt sich für die Rettung - „Ihr wart spitze, Leute!“

An dieser Spielecke am Twistesee passierte der Vorfall: Eine junge Frau zog einen scheinbar leblosen Jungen aus dem Wasser und rette dem Kind das Leben.
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An dieser Spielecke am Twistesee passierte der Vorfall: Eine junge Frau zog einen scheinbar leblosen Jungen aus dem Wasser und rette dem Kind das Leben.

Eine Krankenschwester entdeckte am Mittwoch (16.06.21) einen scheinbar leblosen Jungenkörper im Twistesee und rettet dem Kind anschließend das Leben.

Update von Freitag, 18.06.2021, 15.41 Uhr: Die Großeltern des neunjährigen Jungen, der am Mittwochnachmittag (16.06.21) aus dem Twistesee gerettet und erfolgreich reanimiert wurde, danken allen Helfern für deren Einsatz. Eine Krankenschwester zog den Jungen vor zwei Tagen aus dem Wasser und begann mit einer Herz-Lungen-Massage. Der Junge spuckte Wasser und kam schnell wieder zu Bewusstsein.

In einer E-Mail an die Redaktion schreibt die in Volkmarsen wohnende Oma des Kindes: „Wir sind unendlich dankbar, dass er noch bei uns sein darf.“ Ihnen fehlen die Worte, ihren Dank den Helfern gegenüber auszudrücken, so die Großeltern. „Auch wenn Hilfsbereitschaft und Engagement in jedem stecken, so hat doch nicht jeder den Mut zu helfen. Ihr wart spitze, Leute! Und wir wünschen euch alles erdenklich Gute!“

Dramatische Szenen am Twistesee: Junge Frau rettet Kind das Leben - „Das war doch selbstverständlich“

Update von Donnerstag, 17.06.2021, 14.15 Uhr: Nach den dramatischen Ereignissen zur Rettung eines Neunjährigen am Twistesee-Strandband ist es der WLZ gelungen, die Krankenschwester zu sprechen und um eine Schilderung der Ereignisse aus ihrer Sicht zu erhalten. Die junge Frau stellte ihren großen Beitrag zur Rettung sehr bescheiden dar („das war doch selbstverständlich“) und bat darum, nicht mit Namen genannt zu werden.

Vor allem stellte sie fest, dass sie den Jungen nicht selber im Wasser entdeckt und dass sie nicht alleine geholfen habe. Vielmehr habe ein etwa 14 Jahre alter Jugendlicher den kleinen Jungen kopfüber im Wasser treiben gesehen. Er habe Erwachsene auf die Situation aufmerksam gemacht. Daraufhin habe ein junger Mann den Jungen aus dem Wasser getragen und im Sand abgelegt. Dessen Frau habe mit der Herzdruckmassage begonnen. Daraufhin habe die Krankenschwester mit der Beatmung des Jungen begonnen. Auch die zweite Frau ist von Beruf Krankenschwester, berichtet sie am Nachmittag der WLZ.

Darauf spuckte der Junge Wasser und kam wieder zu bewusst sein. Die inzwischen alarmierten Rettungssanitäter brachten den Jungen in eine Kasseler Klinik, wo er jetzt routinemäßig mit Antibiotika behandelt wird, weil er sehr viel verunreinigtes Wasser in den Lungen hatte.

Junge aus Twistesee gerettet und reanimiert: Mutter stolz auf 14-jährigen Ersthelfer

Auch die Mutter des 14-jährigen Ersthelfers hat sich in der Redaktion gemeldet. Sie ist ganz stolz, dass ihr Lukas sich so vorbildlich verhalten hat. Ihr Sohn habe im Schwimmunterricht die Grundzüge der Wasserrettung gelernt und sei froh, dass er helfen konnte.

Nach Rettung eines Kindes am Twistesee: Familie will sich bei Helfern bedanken

Der Großvater des Jungen, der am Mittwoch mit dem Neunjährigen am Twistesee war, hat sich bei unserer Redaktion gemeldet. Er wolle sich bei allen Helfern bedanken, sagte der Mann aus Warburg. Er selber sei kurz abgelenkt gewesen, weil er sich um den kleinen Bruder des Jungen habe kümmern müssen. Umso dankbarer sei die Familie nun, dass alles gut ausgegangen sei. Der Großvater bittet die Helfer sich zu melden, damit er ihnen persönlich danken kann. Den Kontakt vermittelt gerne die Arolser Redaktion der Waldeckischen Landeszeitung unter dieser Rufnummer: 05691/40614.

Dramatische Szenen am Twistesee: Junge Frau rettet Kind das Leben

Erstmeldung von Donnerstag, 17.06.2021, 11.13 Uhr: Bad Arolsen - Eine zufällig anwesende Krankenschwester hat am Mittwochnachmittag gegen 16.20 Uhr mit ihrem beherzten Eingreifen am Strandbad des Twistesees einen neunjährigen Jungen vor dem Ertrinken gerettet.

Der jungen Frau war nach Angaben der Polizei am späten Nachmittag ein kleines Kind aufgefallen, das scheinbar leblos in der Nähe der Spielbrücke im Wasser trieb. Die Frau zog den Jungen aus dem Wasser und begann mit Herz-Lungen-Massage. Der Junge spuckte Wasser und kam schnell wieder zu Bewusstsein.

Inzwischen traf auch die Besatzung der benachbarten DLRG-Station ein und veranlasste, dass der Neunjährige sicherheitshalber in stabilem Zustand in die städtischen Kliniken nach Kassel gebacht wurde.

Die DLRG-Rettungsstation ist außerhalb der Schulferien nur sporadisch von auswärtigen Rettungsteams besetzt. Während der Sommerferien ist der DLRG-Ortsverein Bad Arolsen rund um die Uhr mit Wachmannschaften vor Ort. So war die Anwesenheit eines Rettungsteams am Mittwochnachmittag ebenso ein glücklicher Zufall wie das beherzte Eingreifen der zufällig anwesenden Krankenschwester. (Elmar Schulten)

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