Kreative Idee nach Ehe-Aus

Nach Scheidung: Aus Brautkleid wurde Prinzessinnen-Schloss

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Ein kleines Spielparadies mit einem Hochzeitskleid: Jan und Sarah Göddeke mit den Kindern (von links) Joline (6), Alia (1) und Mia (4 Jahre) vor dem dekorierten Hochbett.

Mengeringhausen. Sarah Göddeke hat aus ihrem alten Brautkleid einen kleinen Kindertraum gemacht: Die Corsage hat sie abgeschnitten und das Kleid hat sie über ein Hochbett drapiert.

Jetzt sieht es aus, wie ein kuscheliges Prinzessinnen-Schloss. Die Kinder Joline (6) Mia (4) und Alia (1) freuen sich und spielen gern dort. Abends wird das ganze noch beleuchtet und wirkt romantisch.

Das Kleid trug Sarah Göddeke im Jahr 2008 bei ihrer Hochzeit in Bad Arolsen. Doch die Ehe hielt nur drei Jahre. Seit der Heirat hing das Kleid im Schrank. „Die Kinder wollten schon lange eine Puppen-Ecke“, sagt Sarah Göddeke. Lange hat sie überlegt, wie sie das umsetzen könnte.

Zunächst wurden zwei Hochbetten angeschafft. Doch das war dann für ein Zimmer etwas zu viel an Schlafplätzen. Also wurde nur eines als Bett genutzt, das andere sollte jetzt endlich eine Puppen-Ecke werden. Nur, wie soll die aussehen?

„Ich habe nach Stoff gesucht, nach irgendeiner Idee. Und dann bin ich an meinen Kleiderschrank und habe nachgesehen, was sich so anbieten könnte. Und dann sah ich das Brautkleid“, sagt Sarah Göddeke. Klar war, dass sie dieses Kleid selbst nie wieder tragen würde. Deshalb fiel es ihr auch nicht schwer, die Schere anzusetzen und die Corsage abzuschneiden. „So haben wenigstens meine Kinder noch was davon“, erklärt Sarah Göddeke.

Im vergangenen Jahr hat sie ihren Jan geheiratet und ist von Volkmarsen wieder zurück nach Mengeringhausen gezogen. „Ich würde auch dieses neue Kleid jetzt für solche Zwecke nehmen“, sagt Sarah Göddeke. Ihr Mann nickt verständnisvoll.

Auch die "Bild"-Zeitung hat dieses Thema aufgegriffen  und damit noch mehr Medieninteresse geweckt. Filmaufnahmen wurden auch gemacht. „Da mussten wir unsere ganze Weihnachtsdekoration aus der Wohnung entfernen“, berichtet Sarah Göddeke und lacht. Aber bei allem Aufwand hat sich für sie nur eines gelohnt: dass die Kinder glücklich sind und gerne in ihrem „Schloss“ spielen. Und mit einer Matratze unter dem Vorhang lässt es sich dort auch ganz majestätisch schlafen.

Von Monika Wüllner

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