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Museumslandschaft in Bad Arolsen zum Blühen gebracht

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Von: Armin Haß

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Die Bad Arolser Museumsleiterin Dr. Birigit Kümmel (3. von rechts) wurde in den Un-Ruhestand verabschiedet. Von links: Bürgermeister i. R. Gerhard Schaller, Diana Maria Friz (Museumsverein), Bürgermeister Marko Lambion, Angela Figge-Ising (Museumsverein), Wilhelm Müller (Touristik-Serbice), Ulrike Hesse (Vorsitzende Museumsverein), Udo Reuter (Museumsverein) und Landrat Jürgen van der Horst.
Die Bad Arolser Museumsleiterin Dr. Birigit Kümmel (3. von rechts) wurde in den Un-Ruhestand verabschiedet. Von links: Bürgermeister i. R. Gerhard Schaller, Diana Maria Friz (Museumsverein), Bürgermeister Marko Lambion, Angela Figge-Ising (Museumsverein), Wilhelm Müller (Touristik-Serbice), Ulrike Hesse (Vorsitzende Museumsverein), Udo Reuter (Museumsverein) und Landrat Jürgen van der Horst. © Armin Haß

Die Leiterin des Museums Stadt Bad Arolsen, Dr. Birgit Kümmel, wurde offiziell verabschiedet.

Bad Arolsen – Wegbegleiter skizzierten die Stationen der verdienstvollen Kunsthistorikern und äußerten die Erwartung, dass sie nach fast 30 Jahren eher in einen Un-Ruhestand gehen werde.

Noch wichtige Aufgaben

Am kommenden Wochenende geht es bei der Versammlung des Hessischen Museumsverbandes um eine mögliche Wiederwahl von Dr. Kümmel als Vorsitzende. Zudem hat sie mit dem Soldan-Museum in ihrer Heimatstadt Frankenberg noch gut zu tun, wie Bürgermeister Marko Lambion erklärte.

Dank ihrer Arbeit sei die Museumslandschaft in Arolsen erblüht. sagte der Rathauschef. Das von ihr zusammen mit dem damaligen Kustos an der Nationalgalerie Berlin, Bernhard Maaz, entwickelte Christian-Daniel-Rauch-Museum stehe in ihrem Mittelpunkt.

Nach Arolsen geholt

Seit den 1930-er Jahren habe es keine zusammenhängende Sammlung von Werken des klassizistischen Bildhauers gegeben, mit der Eröffnung des Museums vor 20 Jahren sei der große Sohn der Stadt quasi heimgekehrt, verweist er auf die Kooperation mit dem Land, der Stadt, der Stiftung Preußischer Kultur besitz und der Nationalgalerie, die die Dauerleihgaben nebst Werken von Zeitgenossen bereitstellen.

Das Museum sei eingebettet in die Museumslandschaft mit den Ausstellungen im Schloss, in denen Fotos, Skulpturen, Gemälde und Zeichnungen zu sehen sind, sowie dem Schreiberschen Haus.

Ehrenamtliche im Blickpunkt

In ihrer Zeit als Museumsleiterin habe sie Haupt- und Ehrenamt eng miteinander verbunden, verwies Lambion auf die Verbindung mit dem Museumsverein und den zahlreichen ehrenamtlichen Museumsführerinnen und und Aufsichten.

Offen und zielorientiert habe sie die Auswahl eine Nachfolgerin begleitet. Mit der Einstellung der Kunsthistorikerin Sandra Simshäuser, einer Insiderin des Museums, sei Kontinuität hergestellt worden, sagte Lambion.

Das war auch Stadtentwicklung

Mit der Entwicklung der Museumslandschaft sei die Stadtentwicklung geprägt worden, sagte Landrat Jürgen van der Horst. Ihre stolze Lebensleistung sei auch das Ergebnis erfolgreicher Netzwerkarbeit mit vielen Sponsoren, wie der frühere Bürgermeister erklärte. Bei einer Förderquote von 100 Prozent für neue Kunstwerke sei die „Freude bei der Stadt“ groß gewesen. „Hier stehen Millionenwerte“, verdeutlichte der Landrat auch den finanziellen Aspekt der umfangreichen Sammlung im Rauch-Museum.

Jazz zum Abschied: Helmut Schäfer, Thomas Kepper und Hannes Volkhardt von links.
Jazz zum Abschied: Helmut Schäfer, Thomas Kepper und Hannes Volkhardt von links. © Armin Haß

Die Vorsitzende des Museumsvereins, Ulrike Hesse, die Mitgründerin und frühere Vorsitzende Diana Maria Friz und ihr Nachfolger Udo Reuter, der ebenfalls viele Jahre mit Dr. Kümmel zusammenarbeitete, ließen Stationen ihrer Kooperation Revue passieren. Neben der Museumsarbeit sei der Leiterin auch die Förderung der 100 Ehrenamtlichen und eine gute und persönliche Zusammenarbeit wichtig gewesen.

120 Ausstellungen

Die bereits 1991 ausgerichtete Barockausstellung mit einem Standardwerk über die Barockstadt, insgesamt 120 Ausstellungen, darunter auch Jeff Koons" Blumenhund Puppy oder die Interventionen moderner Künstler mit den klassizistischen Werken im Rauch-Museum, Symposien, die Museumsnacht und Fahrten markieren Dr. Kümmels Wirken.

Es sei eine wunderbare Zeit gewesen, das Ganze sei „keine Ein-Frau-Show“ gewesen, merkte Dr. Kümmel an. „Passen sie gut auf das Museum auf und unterstützen sie auch meine Nachfolgerin Sandra Simshäuser bei ihrer Arbeit“, mahnte sie. (Armin Haß )

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