Küken spazieren auf

Beherzte Bad Arolser Nachbarn retten Nilgans-Küken

Wieder vereint: Das Nilgänsepaar mit den Küken auf dem Teich im Thieletal.
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Wieder vereint: Das Nilgänsepaar mit den Küken auf dem Teich im Thieletal.

In einer spannenden Gemeinschaftsaktion retteten Bad Arolser Nilgans-Küken.

Bad Arolsen – Dramatische Szenen spielten sich an der Bahnhofstraße ab, als Anwohner eine Gänsefamilie von der stark befahrenen Fahrbahn abhalten und sie in sichere Gefilde bringen wollten.

Das ist gefährlich

In der Nähe hielt sich ein Paar Nilgänse auf, und die Jungen zog es hinaus in die weite Welt. Die Bahnhofstraße erschien freilich besorgten Nachbarn als zu gefährlicher Platz für solche Exkursionen.

Während die lauthals quakenden Eltern in einen umzäunten Garten gebracht werden konnten, machten sich die sechs Küken selbstständig und marschierten entlang der Bahnhofstraße.

So früh geht es los

Zunächst war nur ein Anwohner ab 7 Uhr mit dem Einfangen der zugereisten Gänse beschäftigt. Zug um Zug schlossen sich weitere erwachsene Nachbarn und ein Mädchen der Rettungsaktion für das Wassergeflügel an.

Schließlich bemühte sich eine Anwohnerin um Unterstützung durch den Bad Arolser Nabu-Aktiven Maik Sommerhage. Der konnte jedoch nur telefonisch, aber dafür offensichtlich mit den richtigen Ratschlägen für den Umgang mit der Nilgans-Familie genau die richtige Vorgehensweise zum Retten und Umsiedeln der Nilgänse geben.

Das gelang

So gelang es zunächst, die sechs Jungen einzufangen, sie in einen Karton zu packen und auf dem Teich im Thieletal nahe beim alten Hallenbad auszusetzen. Die Alten intervenierten nicht und mussten auch noch irgendwie zu dem Teich gelenkt werden.

Zu guter Letzt konnten auch die Eltern der Küken im Rahmen der spektakulären Familienzusammenführung zu dem Gewässer im Thieletal dirigiert werden.

Gemeinsame Hilfe gelungen

Die Gänse jedenfalls drehten einträchtig ihre Kreise auf dem Teich. Die vereinte Hilfe der Bad Arolser war erfolgreich. „Das war eine tolle Gemeinschaftsaktion“, freute sich Anwohnerin Heidi Preiss.  (Armin Haß)

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