Verständigung mit Händen und Füßen

Bad Arolser Nils Hofmann war 15 Wochen in China

Die Terrakotta-Armee: Nils Hofmann hat diese eindrucksvolle Stätte besucht. Foto:  Nils Hofmann/nh

Bad Arolsen. Nils Hofmann ist erst 17 Jahre jung und hat doch schon einen großen Erfahrungsschatz vorzuweisen. Nach dem Abitur im 2014 war er 15 Wochen in Shanghai, in Hangzhou.

Er hat dort chinesischen Schülern die deutsche Sprache beigebracht.

So ganz alleine war er dort nicht, denn auch sein Vater unterrichtet während eines Sabbatjahres an einer deutschen Schule - und auch Nils’ Bruder lebt in Shanghai. Nils Hofmann durfte quasi als Gast-Betreuer die Schüler unterstützen. Dabei hat er ein Auslands-Tagebuch geführt und Fotos zur Dokumentation beigesteuert. „Am Anfang war schon alles gewöhnungsbedürftig“, sagt er.

Auch wusste er nicht, was er überhaupt dort essen kann. Denn auch auf den Lebensmittelpackungen steht alles in chinesischen Schriftzeichen. Mit Händen und Füßen hat er sich manchmal verständigt. Hofmann schrieb dabei in seinem Tagebuch: „Die „Greentown Yuhua School“ mit ihren rund 4000 Schülern ist in zwei physisch voneinander getrennte Standorte aufgeteilt. Der Hauptcampus, an dem wir leben und mein Vater arbeiten wird, umfasst ungefähr 2500 Schüler, sowie die Wohnungen für Lehrer und Personal. Der zweite, kleinere Campus beherbergt etwa 1500 Schüler und Lehrer. An diesem werde ich in den nächsten Monaten tätig sein.“ Aber Nils Hofmann war nicht nur der Lehrende, er war auch Lernender, denn er hat einen Chinesisch-Sprachkurs besucht. Nein, er spreche die Sprache nicht wirklich, aber er wisse jetzt, wie sie aufgebaut sei, sagte er der HNA. Das schwierige an der Sprache sei auch, dass ein- und dieselben Wörter eine ganz andere Bedeutung haben, je nachdem, wie man sie betont. Gute Erfahrungen habe er mit den Chinesen gemacht. „Die Menschen sind sehr bemüht, zu helfen. Und sie sind neugierig“, sagte Hofmann.

Auch wenn er zunächst froh war, wieder in Deutschland zu sein, so hat er das Reich der Mitte doch auch schnell vermisst. Nur den Himmel, den kann man hierzulande auf jeden Fall besser sehen. Denn in China sieht man vor lauter Smog kaum einmal die Sonne.

Seine beeindruckenden Momente zum Beispiel bei der Terrakotta-Armee beim Mausoleum Qin Shihuangdis, hat er in Bildern festgehalten. Auch Bilder von Chinesen unter einer Brücke, die an kleinen Tischen sitzen und miteinander Gesellschaftsspiele spielen, hat er aufgenommen.

Nils Hofmann möchte studieren. Wahrscheinlich Psychologie. Doch bis dahin wird er noch öfter verreisen. Derzeit ist er in Dublin/Irland und arbeitet beim Dienstleistungs- und Baukonzern Bilfinger. Und nach seinem fünfmonatigen Praktikum dort will er noch einmal nach Shanghai fliegen. Dann aber, um dort Urlaub zu machen.

Infos: Wer sich für das Reisetagebuch interessiert, kann sich auf der Internetseite http://blog.mariograss.de/unterwegs-in-china-teil-1 informieren. Die Geschichte ist dort auf der Seite in vier Teile gegliedert.

Von Monika Wüllner

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