Forstpolitischer Sprecher der CDU

Waldbesitzer fordern in Bad Arolsen: Nutzen für den Klimaschutz honorieren

Der forstpolitische Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, Hans-Georg von der Marwitz (3.von links) sprach im „Friedrichs“ in Bad Arolsen. Von links: Bürgermeister Henning Scheele (Lichtenfels), Bundestagsabgeordneter Thomas Viesehon, Landtagsabgeordneter Armin Schwarz, Kreislandwirt Martin Vollbracht, Carl Anton Prinz zu Waldeck und Pyrmont, Hendrik Block, Kommunalwald GmbH , und Hendrik Oppermann.
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Der forstpolitische Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, Hans-Georg von der Marwitz (3.von links) sprach im „Friedrichs“ in Bad Arolsen. Von links: Bürgermeister Henning Scheele (Lichtenfels), Bundestagsabgeordneter Thomas Viesehon, Landtagsabgeordneter Armin Schwarz, Kreislandwirt Martin Vollbracht, Carl Anton Prinz zu Waldeck und Pyrmont, Hendrik Block, Kommunalwald GmbH , und Hendrik Oppermann.

Der forstpolitische Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, Hans-Georg von der Marwitz, fordert die Unterstützung der privaten und kommunalen Waldbesitzer für ihren Beitrag zum Klimaschutz.

Bad Arolsen – Das erklärte er bei einem forstpolitischen Gespräch im „Friedrichs“ in Bad Arolsen.. Von der Marwitz, zugleich Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW - Die Waldeigentümer), bekräftigte die Prinzipien einer nachhaltigen Forstwirtschaft.

Rohstoff Holz und Klimaschutz

Das bedeutet aktuell, dass die von Stürmen, Hitze und Käfern geschädigten Wälder mit einem Mix an Nadel- und Laubbäumen wiederaufgeforstet werden und das Holz auch als Rohstoff genutzt wird. Nach wie vor wachse mehr Holz nach, als entnommen werde, betonte von der Marwitz, der 67 Prozent der privaten und kommunalen Waldbesitzer vertritt.

Damit positionierte er sich auch gegen Forderungen aus dem Naturschutz, die verstärkte Stilllegungen von Wäldern fordern. Das führe dazu, dass dann der Holzbedarf verstärkt aus Primärurwäldern gedeckt werde, bemerkte dazu das Präsidiumsmitglied des Hessischen Waldbesitzerverbands, Carl Anton Prinz zu Waldeck und Pyrmont.

Strengstes Forstgesetz

Er verwies darauf, dass in Deutschland das weltweit strengste Forstgesetz angewendet werde und das Prinzip der Nachhaltigkeit gelte. „Wir haben eine Kulturlandschaft in Deutschland und leben nicht im Urwald“, erklärte von der Marwitz. Für Änderungen im Zuge des Waldumbaus seien die Waldbesitzer aber auch offen.

„Wir setzen darauf, auch für künftige Generationen Wald vorhalten zu können“, verwies von der Marwitz auf das seit 300 Jahren praktizierte Prinzip der Nachhaltigkeit. Für die forstwirtschaftlichen Zwecke seien gerade die 40 bis 70 Jahre alten Bäume wichtig,.

Wichtiger Kohlendioxidspeicher

Nach wie vor komme den Nadelbäumen als Rohstofflieferanten eine große Bedeutung zu. Im Zuge des Waldumbaus müssten neben neuen Laubbaumarten auch widerstandsfähigere Nadelbäume nachgepflanzt werden.

Der geschädigte Wald sei zugleich „Problem und Teil der Lösung“ in Sachen Klimaschutz. Seine Fähigkeit, Kohlendioxid zu speichern und damit einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu erreichen, müsse auch durch die Gesellschaft honoriert werden.

Finanzielle Unterstützung

Da der Wald wichtig für die Bindung von Kohlendioxid sei (acht Tonnen pro Hektar), sollten 112 Euro pro Hektar als Vergütung gezahlt werden. Die Gelder könnten dem Energie- und Klimafonds (EKF) entnommen werden, , der als Sondervermögen seit 2010 aus dem Emissionshandel und Bundeszuschüssen finanziert wird.

Hendrik Block, Geschäftsführer der Kommunalwald GmbH Waldeck-Frankenberg, bezeichnete die Aufforstung und Pflege der jungen Bäume als große finanzielle Herausforderung.

Hoher Aufwand

Der Aufwand für den Schutz der Bäume gegen den Wildverbiss sei hoch. Das aktuelle Jagdgesetz komme diesen Zielen nicht entgegen. Gatter allein seien zu teuer, sagte Prinz zu Waldeck und Pyrmont. Am wirksamsten sei der Abschuss des Rehwilds. (Armin Haß)

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