Starker Regen

Nach Gewitter Schlammschlacht an der Schlagmühle in Kohlgrund

Schlamm, wohin auch das Auge blickt: Bild vom Grundstück der Schlagmühle in Kohlgrund.
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Schlamm, wohin auch das Auge blickt: Bild vom Grundstück der Schlagmühle in Kohlgrund.

Bei einem Unwetter wurde ein Wohngebiet am Rand von Kohlgrund von Schlamm überspült.

Bad Arolsen-Kohlgrund – Um halb sechs war am Samstag die Nacht für die Anwohner des Krugwegs in Kohlgrund vorbei: Infolge eines Gewittergusses wurden große Mengen von Schlamm von einem Maisfeld auf die Grundstücke und in die Gebäude gespült.

Ortsstraße voll Schlamm

Am späten Nachmittag war gerade einmal der meiste Schlamm vom Krugweg fortgeräumt. Doch es bleibt auch in den kommenden Tagen noch viel zu tun, um die lehmhaltigen Erdmassen aus Gebäuden und von Grundstücken zu entfernen, bevor sie bei den sommerlichen Temperaturen erst richtig fest werden. Der starke Regen hatte von einem Hang, der mit Mais eingesät war, tonnenweise rötliche Erde in das Wohngebiet gespült.

Mit einem Bagger musste der Schlamm vom Krugweg abgetragen werden.

Besonders stark war die Schlagmühle der Familie Decker betroffen - mit den ehedem für ein Sägewerk genutzten Nebengebäuden. Hartwig Decker gelang es, , seine Autos aus einem Schuppen herauszufahren, in einen Wagen war dabei jedoch Wasser gelaufen. Als der Regenguss endete, hatte sich eine 30 bis 40 Zentimeter hohe Schlammschicht auf der Straße gebildet.

Schlamm in Gebäude gedrückt

Die alten Stallungen und das alte Sägewerk, die als Lagerraum genutzt wurden sind noch voller Schlamm. Mit eigenen Radladern gelang es, den gröbsten Dreck fortzuräumen. Von der Stadt wurde weiteres Gerät eingesetzt, um die Schlammmassen zu beseitigen. Schließlich musste auch der erst vor wenigen Tagen geräumte Straßengraben vom Schlamm befreit werden.

Hartwig Decker schätzt, dass allein vom Hang während des Regens 1500 Liter Wasser pro Sekunde zu Tale rauschten, in der mit einer Stromturbine ausgestatteten Mühle waren es demnach 3500 Liter. Auch die Orpe war stark angeschwollen. Die Schlammwelle hatte sich bis auf eine Weide und über den Bolzplatz gewälzt.

Dankbar ist Decker für die Unterstützung durch Angehörige und Freunde. Für die nächsten Tage bleibt sowohl für ihn als auch die Nachbarn noch viel zu tun.  (Armin Haß)

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