Fußball-Gruppenliga:

SG Goddelsheim/ Münden überfährt TuSpo Mengeringhausen - 2:7-Heimpleite im Derby

Philipp Rothe (Goddelsheim),  Daniel Sinemus (Mengeringhausen) 
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Kommt ein Rothe geflogen: Die SG Goddelsheim erwischte die Mengeringhäuser auf dem falschen Fuß . Hier kommt zwar Philipp Rothe (Goddelsheim) zu Fall, doch viel tiefer fielen beim 2:7 Daniel Sinemus (rechts) und seine Teamkollegen.

Als die Spieler der SG Goddelsheim/Münden in der Halbzeitpause in der Kabine saßen, haben sie sich vielleicht etwas ungläubig angesehen und gefragt: „Führen wir wirklich 4:1?“

Mengeringhausen – Der Spielverlauf gab dieses Ergebnis im Derby beim TuSpo Mengeringhausen bis dahin nicht her. Es war in den ersten 45 Minuten zunächst ein Versuch von beiden Seiten, ihr Spiel zu finden.

Während die Lichtenfelser nach dem Führungstor so allmählich fündig wurden, blieb es für die TuSpo bis zum Schluss eine Suche nach der starken Leistung vom Sonntag. Und beide TuSpo-Trainer konnten nach dieser heftigen 2:7-Pleite nicht genau erklären, warum an diesem Abend so viel schief gelaufen ist.

„Wir waren nie aggressiv genau, nie nah genug am Mann“, analysiert Spielertrainer André Gutmann, der sich das Wiedersehen mit seinen ehemaligen Spielern anders vorgestellt hat. „Keine Laufbereitschaft und kein Wille, dann läuft ein Spiel manchmal so“, sagt Marcel Schilling.

Einmal mehr war es Mirco Grosche, der dieses Derby mit dem Führungstor (13.) in eine Richtung schob. Das war zu diesem Zeitpunkt aber noch längst nicht klar, denn im Gegenzug gelang den Mengeringhäusern durch Kevin Jäger der Ausgleicht. Wer so schnell zurückschlägt, der erhält eigentlich ein gute Gelegenheit, dass ein Ruck durch die Mannschaft geht. Aber bei den TuSpo-Kickern ruckte es an diesem Tag einfach nicht.

Die Goddelsheimer ließen ihrem Gegner aber auch nicht viel Zeit dazu. Denn weitere vier Minuten später spielt Mirco Grosche ein Pass in die Spitze auf Max Steger, der denBall direkt ablegt auf Michael Kuhnhenne der zum 2:1 verwandelt. Dieser Treffer gefiel dem SG-Trainer Jens Fresen besonders gut. „Endlich haben wir in der Spitze mal zu dritt gespielt und nicht immer nur zweit, was viel schwieriger ist.“ Doch in der 25. Minute spielt die Fresen-Elf doch wieder zu zweit, aber gut: Steger wird von TuSpo-Torwart Fabian Figge noch zur Seite abgedrängt, aber seine Flanke an den langen Pfosten erreicht Mirco Grosche, dessen Schuss prallt aber an den kurzen Pfosten.

Die beiden können es aber noch besser: Kopfballablage Steger, Tor zum 3:1 durch Mirco Grosche. Der Treffer animierte auch Bruder Nils zum Toreschießen, der mit dem Halbzeitpfiff das 4:1 erzielte.

Nach dem Wechsel bot sich zunächst das erwartet Bild: Die Lichtenfelser ließen die Mengeringhäuser kommen. Die kamen auch, aber dem TuSpo-Spiel fehlte die Klarheit. Das Herausarbeiten von Torchancen sieht anders aus. Die Gäste konnte derweil ihr Umschaltspiel trainieren. Das ging oft recht schnell nach vorn, meist über die Flügel und war erfolgreich. Und so schraubten Eicke Stracke (63.), Kuhnhenne (71.) und Florian Mitze (74.) das Ergebnis auf 7:1.

Dennis Jakob (89.) beendete nach einem Solo durch die nun etwas zu nachlässig wirkende SG-Abwehr mit dem Tor zum 2:7 ein Schützenfest mit dem niemand gerechnet hat. (rsm)

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