Ab dem 1. Januar

Tagdienst-Rettungswagen wird an neuer Wache in Bad Arolsen stationiert

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So soll es werden: Bisher ist die zusätzliche Fahrzeughalle für den zweiten Tagdienst-Rettungswagen nur auf dem Papier zu sehen. Aber laut Kreisgeschäftsführer Gerd Brückmann soll noch im November mit dem Bau begonnen werden.

Bad Arolsen. Schon am 1. November soll die Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes nach einem halben Jahr Bauzeit im Hünighäuser Weg wieder in Betrieb genommen werden. Ab dem 1. Januar wird außerdem ein zusätzlicher Tagdienst-Rettungswagen in Bad Arolsen stationiert.

Der schließt die Versorgungslücke im Raum Nordwaldeck. Seit April ist die Rettungswache auf dem Gelände des Berufsbildungswerks im Mengeringhäuser Feld untergebracht. Kreisgeschäftsführer Gerd Brückmann bedankte sich ganz ausdrücklich für die gute Unterstützung des befreundeten Bathildisheims. Doch im Winter müssen der 24-Stunden-Rettungswagen, der Rettungswagen des Tagdienstes und das Einsatzfahrzeug des Notarztes und bald auch der zweite Rettungswagen in beheizten Garagen untergebracht werden.

Der Bau genau dieser Garagen, der die alten, nicht mehr den Anforderungen entsprechenden Garagen ersetzen soll, verursachte in der Bauphase gleich eine Verzögerung von vier Wochen, da der Boden unter dem Fundament nicht fest genug war und so ein Bodengutachten und ein verstärktes Fundament notwendig wurden. Damit erhöhten sich die ursprünglichen Baukosten um 70.000 Euro auf 670.000 Euro. Neu hinzu kommt die Investition in das neue, vorgelagerte Gebäude für das zusätzliche Rettungsfahrzeug, das die Versorgungslücke in Nordwaldeck schließt. Hier veranschlagt Gerd Brückmann noch einmal 170.000 Euro für Fahrzeughalle mit angrenzendem Aufenthaltsraum. „Sobald die Baugenehmigung vorliegt, kann es losgehen“, so Brückmann, der mit einer Fertigstellung des Geländes im Mai oder Juni kommenden Jahres rechnet. Mit der Indienststellung des zusätzlichen Fahrzeuges wird sich auch die Mitarbeiterzahl in der Rettungswache von 25 auf 30 erhöhen.

Noch wird an allen Ecken gewerkelt: Aber schon am 1. November soll die Rettungswache im Hünighäuser Weg wieder bezogen werden. Seit 1988 ist die Bad Arolser Rettungswache im Hünighäuser Weg untergebracht, ein Neubau kam aus Kostengründen nicht in Frage.

In dem ehemaligen Wohnhaus, das das Deutsche Rote Kreuz 1988 als Rettungswache bezog, finden derzeit umfangreiche Umbaumaßnahmen statt. So zieht der Lehrsaal nach oben, der Aufenthaltsraum der Mitarbeiter wird nach unten verlagert. Küche, Toiletten und Umkleideräume werden außerdem modernisiert. Mit an Bord ist beispielsweise auch die Schuldnerberatung des DRK.

Insgesamt sieht Brückmann den Standard der vier Rettungswachen im Landkreis auf einem guten Stand. Nach Usseln in 2003, Korbach in 2006 und Dalwigksthal in 2010 ist Bad Arolsen nun der vierte und letzte Standort, der rundum modernisiert wurde. Probleme gab es dabei gerade bei den technischen Gewerken wie Sanitär und Elektro. „Von bis zu 14 Anfragen erhielten wir nur ein bis zwei Angebote zurück“, so Brückmann, da die Auftragsbücher der Handwerker derzeit gut gefüllt seien. Trotzdem war es ihm ein besonderes Anliegen, auf regionale Unternehmen zurückzugreifen.

Von Heike Saure

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