Schade und Scholz hören auf

Mengeringhausen: Ausgerechnet Braun schließt Lüdtkes Lücke im Gruppenligateam

Vorstellung der Neuen in Pandemiezeiten: Die Trainer Oliver Hinschich und Andre Gutmann (in Weiß), dazwischen (stehend von links) Giulian Braun, Nico Müller, Radhouan Boussami sowie (sitzend von links) Justin Lutze, Moritz Föll und Tim Sommer; rechts Geschäftsführer Thomas Mertens.
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Vorstellung der Neuen in Pandemiezeiten: Die Trainer Oliver Hinschich und Andre Gutmann (in Weiß), dazwischen (stehend von links) Giulian Braun, Nico Müller, Radhouan Boussami sowie (sitzend von links) Justin Lutze, Moritz Föll und Tim Sommer; rechts Geschäftsführer Thomas Mertens.

Die Fußballer des TuSpo Mengeringhausen gehen in die dritte Woche ihrer Vorbereitung. Und müssen noch einen Spieler mehr ersetzen als gedacht.

Mengeringhausen – Dominik Lüdtke ist schon nicht mehr dabei: Den torgefährlichsten Spieler des Gruppenligisten in den vergangenen zwei Corona-Spielzeiten ereilte das gleiche Schicksal wie Italiens Top-Flügelspieler Spinazzola: Achillessehnenriss, gleich zum Auftakt des Mannschaftstrainings; ohne dass ein Mitspieler beteiligt war.

Das ist bitter für die Mannschaft der Trainer Andre Gutmann und Oliver Hintschich, aber vor allem für Lüdtke selbst. Er werde sicher erst zur Rückrunde im nächsten Jahr zurückkehren können, sagte Hintschich bei der Vorstellung der Neuzugänge am Samstag. Er sagte aber auch: Man werde das wegstecken und auf die ein oder andere Weise ausgleichen. Das zu erarbeiten, dafür haben Team und Trainer bis zum Saisonstart am 14./15. August noch rund sechs Wochen Zeit. Auch mit neuem Personal.

TuSpo Mengeringhausen: Stammplatz für Müller?

Giulian Braun könnte in die Bresche springen. Der Offensivmann (25) ist von Eintracht Edertal an die Hagenstraße gewechselt und hat sowohl in der Kreisober- als auch in der Gruppenliga immer seine Tore für die Südwaldecker gemacht. Es ist eine fast tragische Pointe, dass sein Kumpel Lüdtke ihn zum Wechsel zumindest mit bewogen hat.

Eine Stammplatzgarantie dürfte auch Nico Müller haben, der von der SV Freienhagen/Sachsenhausen kommt. Der 30 Jahre alte Abwehrspieler sieht sich bevorzugt in der Innenverteidigung. „Er würde wohl jeder Waldecker Gruppenliga-Mannschaft gut zu Gesicht stehen“, sagte Hintschich. Müller schließt auch eine Lücke, denn Bastian Schade hat sich zum Aufhören entschlossen. Der 32 Jahre alte Abwehrspieler beendet nach zuletzt sechs Jahre beim TuSpo seine Laufbahn, die ihn bis in die Verbandsliga (SC Willingen, TSV/FC Korbach) geführt hat.

Sek, Heiduk und noch zwei Neue an der Hagenstraße

Er habe sich immer vorgenommen aufzuhören, wenn er leistungsmäßig noch mithalten könne, sagte Schade. Anlass gaben ihm nun private Gründe und die berufliche Beanspruchung. Bei Bedarf einspringen wollte er nicht. Halbherzig seinen Sport auszuüben, komme für ihn nicht infrage. „Es ist ein klarer Schnitt“, sagte Schade.

Ebenfalls aufgehört hat Christopher Scholz (31), ein weiterer Defensivspieler. Er war zur Saison 2017/18 an die Hagenstraße gewechselt.

Nicht am Platz waren am Samstag zwei weitere Neuzugänge: Mario Sek vom TuS Bad Arolsen, der als Torwart definitiv den Anspruch hat, in der „Ersten“ zu spielen, und Christian Heiduk (zuletzt SG Eppe/Nieder-Schleidern). Der Mittelfeldspieler hat zwar seit zwei Jahren praktisch keine Spiele bestritten, aber davor für die SG Goddelsheim/Münden Einsätze in der Gruppenliga vorzuweisen. Gutmann kennt ihn aus diesen Zeiten und traut ihm diese Liga nach wie vor zu.

Perspektivisch ein Spieler für die „Erste“ ist Tim Sommer, der von der A-Jugend des TSV Korbach zum TuSpo zurückkehrt. Der Massenhäuser zählt zu jenem halben Dutzend A-Junioren, die für die JSG Twistesee am Ball sind, aber schon bei den Senioren des Stammvereins eingesetzt werden sollen, wie Abteilungsgeschäftsführer Thomas Mertens erklärte. Keeper Moritz Föll ist ebenfalls einer aus dem Nachwuchs.

Im Kader der personell nicht üppig bestückten Reserve in der KOL (sie muss den Weggang von Benedikt Menkel zur SG Nieder-Waroldern wegstecken) dürfte sich ebenso wie der reaktivierte Justin Lutze auch Radhouan Boussami wiederfinden, der der Liebe wegen nach Mengeringhausen kam.

„Erschreckende“ erste Wochen, aber Sieg im Test

Die Trainer werden die Schwerpunkte im Training jetzt hin zu Kraft und Kondition verändern: Es wird anstrengender. „In den ersten zwei Wochen haben wir es locker angehen lassen“, sagte Andre Gutmann. Ballgewöhnung war wegen der ewig langen Corona-Pause das Thema. „Die ersten Wochen waren schon erschreckend, aber es ist völlig normal, dass nach so langer Zeit das Ballgefühl schwindet“, so der Trainer.

Das erste Testspiel gewann der TuSpo am Freitag mit 5:0 gegen die SG Lelbach/Rhena. Weitere Tests sind vereinbart gegen die SG Assinghausen (10. Juli), den VfR Volkmarsen (16. Juli), in Oberschledorn (24. Juli) und gegen Rhoden/Schmilllinghausen (8. August). Zudem steht ein dreitägiges Trainingslager im Plan. (Gerhard Menkel )

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