Regierungspräsidium Kassel macht Weg frei

Vier neue Windkraftanlagen im Wald bei Bühle genehmigt

In der Nähe des Windparks Landau (unser Bild), in der Waldgemarkung Bühle, sind vier Windkraftanlagen genehmigt worden. Das Bild entstand beim Tag der offenen Baustelle 2019.
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In der Nähe des Windparks Landau (unser Bild), in der Waldgemarkung Bühle, sind vier Windkraftanlagen genehmigt worden. Das Bild entstand beim Tag der offenen Baustelle 2019.

Genehmigung für vier neue Windkraftanlagen im Wald bei Bühle.

Bad Arolsen-Bühle – Das Regierungspräsidium (RP) Kassel hat die Errichtung und den Betrieb von vier Windkraftanlagen (WKA) im Vorranggebiet KB 91 südlich von Bühle genehmigt. Beansprucht werden insgesamt 110 Hektar Fläche.

247 Meter hohe Anlagen

Die Projektentwicklung Waldeck-Frankenberg GmbH (PWF) in Korbach, hatte im April 2020 einen Genehmigungsantrag beim Dezernat 33.1 (Immissionsund Strahlenschutz) des RP gestellt. Die PWF ist eine Tochtergesellschaft der Verbands-Energie-Werk Gesellschaft für Erneuerbare Energien mbH (VEW) ist. VEW will dieses Projekt gemeinsam mit der EnBW Energie Baden-Württemberg AG verwirklichen. Für 2022 ist die Inbetriebnahme angepeilt.

Die Genehmigung berechtigt zur Errichtung und zum Betrieb von vier Windkraftanlagen des Typs Vestas V162 mit je 5,6 MW Nennleistung, 162 Metern Rotordurchmesser, 166 Metern Nabenhöhe und 247 Metern Gesamthöhe. Im Vorranggebiet KB 91 gibt es noch keine Windmühlen.

Kohlendioxid einsparen

Mit der Erzeugung von geplant 51 Gigawattstunden können 14 500 Haushalte versorgt werden. Zudem werden nach Berechnung der Landesenergieagentur (LEA) 34 000 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Für das Projekt müssen laut LEA dauerhaft 27 750 Quadratmeter Wald gerodet werden.

Dafür ist ein Ausgleich auf einer gleich großen Fläche im Stadtwald Bad Arolsen vorgesehen. Weitere 24 281 Quadratmeter werden „temporär“ gerodet, um die Bauarbeiten zu ermöglichen, sollen aber an Ort und Stelle wieder nachwachsen.

Umspannwerk geplant

Waldwege werden für die Arbeiten verbreitert. Zudem muss in 5,3 Kilometer Entfernung ein Umspannwerk gebaut werden, von dem aus der Strom ins Netz eingespeist wird.

Nach Angaben der LEA stehen die Anlagen im Wald in Entfernungen von 1,6 Kilometern (Bühle) und 2,1 Km (Freienhagen) auf Waldecker Seite sowie von s,3 und 2,5 km (Ippinghausen, Leckringhausen) auf Wolfhager Seite von den nächsten geschlossenen Siedlungsbereichen entfernt. Am dichtesten dran steht das Gut Höhnscheid mit gut einem Kilometer Entfernung zu einer Windkraftanlage.

Information für Landau

Der Teilregionalplan Energie sieht vor, insgesamt zwei Prozent der Fläche Nord- und Osthessens für Windkraftprojekte zu nutzen. Nach einer Flaute bei Genehmigungen und Bau von Windmühlen seit 2016 scheint es in der Region voranzugehen.

Das Unternehmen Abo-Wind informiert am Mittwoch, 6. Oktober, um 19 Uhr im Rathaussaal um in Landau über eine Erweiterung des Windparks am Waldrand in Richtung Wolfhagen. Der war 2019 /20 mit zwei Windmühlen ans Netz gegangen.  red/ah

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