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33:33 in Neckarsulm - Vipers verspielen Drei-Tore-Vorsprung innerhalb von 90 Sekunden

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Tor in Sicht: Jana Scheib (Bad Wildungen) auf dem Weg zu einem ihrer sieben Treffer, die aber nicht zu einem Sieg in Neckarsulm reichten.
Tor in Sicht: Jana Scheib (Bad Wildungen) auf dem Weg zu einem ihrer sieben Treffer, die aber nicht zu einem Sieg in Neckarsulm reichten. ©  Andreas Veigel

Einen Punkt aus Neckarsulm entführen. Wer den Spielerinnen der HSG Bad Wildungen Vipers vor der Bundesliga-Auswärtspartie dieses Angebot unterbreitet hätte, wäre auf viele Ja-Stimmen gestoßen.

Neckarsulm – Doch nach dieser Begegnung bekommt man vermutlich keine Zustimmung für dieses 33:33 (13:18), das sich für die Spielerinnen von Trainerin Tessa Bremmer wie eine Niederlage anfühlt.

Und die Niederländerin traute wie die meisten Zuschauer ihren Augen nicht, wie ihre Mannschaft einen Drei-Tore-Vorsprung innerhalb von 90 Sekunden noch aus der Hand gegeben hat. Als Julie Hafner zum 33:30 traf, sagte auch der TV-Moderator mit sicherer Stimme: „Das war"s, das ist der Sieg für Wildungen.“

Als Nathalie Hendrikse von der 7-Meter-Linie verkürzte, ja, na und. Nur noch 75 Sekunden waren zu spielen. Doch statt den Angriff ruhig auszuspielen, schließen die Wildungerinnen schnell ab, aber der Torwurf wird eine Beute der Neckarsulmer Torfrau und hinten lassen die Vipers eine Wurflücke für Lynn Knippenborg die zum 32:33 trifft.

Trotzdem sollte das noch zum Sieg reichen, denn auf der Uhr waren nur noch 45 Sekunden. Jetzt den nächsten Angriff ruhig ausspielen und dann sollte es reichen für den wichtigen Auswärtssieg für die Nordhessinnen. Doch die Vipers fanden in dieser hektischen Phase nicht einmal die Ruhe für einen Angriffsaufbau.

Ex-Wildungerin markiert den Ausgleich

Neckarsulm spielte nun Frau gegen Frau, mit offener Deckung, und dann war es Jana Scheib, die den Ball ohne Not in die falschen Hände warf. Die ehemalige Wildungerin Johanna Maria Stockschläder sagte danke und erzielte zehn Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Konter den Ausgleich, an den niemand mehr geglaubt hatte. Unglaublich!

Dabei hatten die Wildungerinnen 57 Minuten lang ein gutes Spiel gemacht. Sie lagen bereits zur Halbzeit mit einer 18:13-Führung deutlich auf der Siegesstraße. Leider haben sie eineinhalb Minuten vor Schluss die falsche Ausfahrt gewählt.

Beste Werferin der Vipers war Jana Scheib mit sieben Toren, Munia Smits und Kira Schnack trafen jeweils fünfmal. Ein weiterer Pechvogel in dieser Partie war Schnack, die bis zur 58. Minute alle vier Siebenmeter im Tor untergebracht hatte. Aber der fünfte wollte einfach nicht rein.  rsm

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