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Abschied als Ansporn: Bad Wildunger Vipers beenden schwierige Bundesliga-Saison gegen HSG Bensheim

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Handballerinnen
Ein Spiegelbild des Saisonverlaufs der Vipers: Zerfahren, eingeengt, bisweilen ratlos, aber kampfstark zeigen sich hier die Wildungerinnen (v.l.) Jana Scheib, Vanessa Osswald und Marieke Blase im Spiel gegen Dortmund. Die Vipers wollen diese, von Abstiegsangst geprägte, Spielzeit mit einem Sieg gegen Bensheim beenden. © malafo

Ende gut, alles gut! Doch so einfach will es Trainerin Tessa Bremmer sich und ihren Spielerinnen nicht machen, wenn am Samstag nach dem Spiel der Wildunger Vipers gegen die HSG Bensheim/Auerbach (18 Uhr) der Vorhang für die Handball-Bundesliga-Saison 2021/22 fällt.

Bad Wildungen – „Wir haben zwar den Klassenerhalt geschafft, aber diese Spielzeit wird für uns nicht als eine erfreuliche Saison in Erinnerung bleiben. Es war für uns eine sehr frustige Saison, vor allem die Hinrunde, nicht nur wegen Corona.“

Zum Abschluss das Hessen-Derby. Das Hinrundenspiel gegen Bensheim fand erst vor fünf Wochen statt. Daran werden sich die Vipers allerdings sehr gern erinnern, denn sie gewannen dieses Auswärtsspiel mit 30:27 und legten mit diesem Sieg den Grundstein für den Ligaerhalt, denn danach lief es besser und erfolgreicher bei den Wildungerinnen. So trat die Befürchtung, der Klassenerhalt wird erst im letzten Spiel entschieden, nicht ein.

Auch das südhessische Team von Trainerin Heike Ahlgrimm wird nur ungern auf diese Saison zurückblicken. Nach einer guten Hinrunde, klappte danach fast nichts mehr. Der Abstiegsstrudel war nah dran, auch Bensheim mit hineinzuziehen.

Spiel um nichtssagenden Platz elf

So treffen morgen in der Großsporthalle der Edertalschule zwei Teams aufeinander, die nur noch um den nichtssagenden Rang elf streiten.

„Ob wir am Ende Elfter oder Zwölfter werden ist mehr oder weniger egal, ein Sieg im letzten Spiel wäre mir wichtiger als einen versöhnlichen Abschluss“, meint Bremmer. „Deshalb haben wir auch richtig Bock noch einmal gegen Bensheim zu spielen.“

Für die Zuschauer könnte es ein schönes Spiel werden, denn beide Seiten können frei aufspielen. „Ich hoffe, dass eine Leichtigkeit ins Spiel kommen wird und beide Mannschaften einen guten Handball zeigen.“ Für ein unterhaltsames Spiel sorgen vielleicht auch einige Vipers-Spielerinnen, die möglicherweise besonders motiviert sind, weil sie nach diesem Spiel Bad Wildungen verlassen werden, wie etwa Munia Smits, Kira Schnack, Maxime Struijs, Julie Hafner, Vanessa Plümer oder Torfrau Lea Schüpbach.

Besondere Emotionen schwingen am letzten Spieltag mit

„Am letzten Spieltag schwingen immer besondere Emotionen mit“, sagt die Trainerin. Sie erwartet daher auch motivierte Südhessinnen, die bereits in ihrem letzten Heimspiel ihre Abgängerinnen Saskia Fackel, Christin Kühlborn und Ines Ivancok verabschiedet haben.

Einen Namen würden beide Mannschaften für die kommende Saison liebend gern verabschieden: Corona. „Ich bin da mittlerweile sehr vorsichtig“, betont Bremmer, „aber es wäre gut, wenn Corona den Sport in der kommenden Saison nicht mehr belästigen würde.“

Außerdem sind die Trainerin und ihre Mannschaft froh über einen weiteren Abschied: Tschüss, Großsporthalle in Bergheim!

„Wir freuen uns sehr, dass wir in der kommenden Saison wieder in die Ense-Halle zurückkehren. Das ist wirklich so ein großer Unterschied, den man gar nicht erklären kann.“ (rsm)

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