1. Frauenhandball-Bundesliga: Vipers verpassen Überraschung ganz knapp

Bad Wildungen verliert beim Thüringer HC 30:31 (14:15)

Kaum zu stoppen: Die Bad Wildunger Kreisläuferin Annika Ingenpaß (Zweite von rechts) hat sich, beobachtet von ihrer Mitspielerin Maxime Struijs (rechts), gegen die Thüringerinnen Marketa Jerabkova (links) und Lydia Jakubisova durchgesetzt.
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Kaum zu stoppen: Die Bad Wildunger Kreisläuferin Annika Ingenpaß (Zweite von rechts) hat sich, beobachtet von ihrer Mitspielerin Maxime Struijs (rechts), gegen die Thüringerinnen Marketa Jerabkova (links) und Lydia Jakubisova durchgesetzt.

Eine unglückliche 30:31 (14:15)-Niederlage kassierte die HSG Bad Wildungen beim favorisierten Thüringer HC.

Bad Langensalza. Das letzte Saisonspiel der Vipers in 1. Frauenhandball-Bundesliga entschied Marketa Jerakbova, die Führende der Torschützenliste, mit ihrem verwandelten Siebenmeter nach der Schlusssirene gegen Manuela Brütsch für den THC, der damit seinen vierten Tabellenplatz festigte, während die Südwaldeckerinnen die Spielzeit als Elfter abschließen.

In der Salza-Halle hielten die Gäste trotz des 0:2 nach nur 85 Sekunden gut mit. Nach dem 2:2 (2.) durch zwei Tore der Halbrechten Jana Scheib ließen sich die Bad Wildungerinnen auch nach dem 6:9-Rückstand nach zwölf Minuten nicht abschütteln. Nach einer Auszeit von Trainerin Tessa Tessa Bremmer verkürzten die Vipers auf 9:10 (17.). Zwar ging die klar favorisierte Mannschaft von Trainer Herbert Müller nach dem 12:10 (22.) beim 14:10 nach 24 Minuten erstmals mit vier Treffern in Führung, bevor Bad Wildungen, gestützt auf Brütsch im Tor, mit einem 3:0-Lauf auf 13:14 (26.) verkürzte und auch beim 14:15 zur Pause noch auf Tuchfühlung war.

Nach dem Seitenwechsel gingen die Nordhessinnen beim 17:16 durch die gut aufgelegte Scheib nach 33 Minuten sogar erstmals in Front und behaupteten diese, 18:17 (35.). Zwar konterten die Erfurterinnen, 20:18 (38.), bevor Bad Wildungen nach dem 20:22 (42.) aufdrehte und mit vier Treffern am Stück die sehenswerte Begegnung beim 24:22 nach 45 Minuten zu seinen Gunsten gedreht hatte. Bei dem offenen Schlagabtausch lag der THC beim 25:24 (49.) zwar wieder vorn, bevor die Gäste einen 3:0-Lauf zum 27:25 nach 53 Minuten einstreuten, aber die Chance mit drei Treffern in Führung zu gehen, verpassten.

Nach dem 28:26 (55.) führten die Vipers auch beim 29:28 durch Spielmacherin Maxime Struijs dreieinhalb Minuten vor Schluss letztmals. Die THC-Führung zum 30:29 durch Nina Neidhart 75 Sekunden vor Schluss glich Scheib 15 Sekunden vor dem Ende noch aus, bevor Jerabkova die Partie entschied.

Neun Tore von Jana Scheib

Während bei Thüringen die tschechische Rückraumkraft Jerabkova mit 12 Treffern, davon fünf durch Siebenmeter, sowie die Schweizer Spielmacherin Kerstin Kündig (9) die erfolgreichsten Werferinnen waren, erzielten bei den Vipers neben Linkshänderin Scheib (9), die starke Kreisläuferin Annika Ingenpaß (7) und Rechtsaußen Kira Schnack (5/3) die meisten Treffer.

„Ich bin unglaublich stolz auf die Leistung meiner Mannschaft“, sagte die enttäuschte Bad Wildunger Trainerin Tessa Bremmer und kam „mit der Niederlage nicht klar“, weil sie fand, dass die Schiedsrichter Christian und David Hannes ihr Team benachteiligt hätten. (jh)

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