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Bad Wildunger erkämpfen sich Derby-Sieg durch ein umstrittenes Tor

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Guter Einstand. Torwart Mario Wörmann hielt mit einigen Paraden den Wildunger Sieg fest. Hier klärt er vor dem Goddelsheimer Eike Stracke.
Guter Einstand. Torwart Mario Wörmann hielt mit einigen Paraden den Wildunger Sieg fest. Hier klärt er vor dem Goddelsheimer Eike Stracke. © malafo

Bad Wildungen – Foul oder nicht Foul. Das war eine entscheidende Frage beim Gruppenliga-Derby SG Bad Wildungen/Friedrichstein gegen die SG Goddelsheim/Münden.

Es lief die 62. Minute und der Wildunger Roman Schrauf drang mit Ball in den Strafraum ein, Michael Kuhnhenne wollte ihn stoppen, es kam zu einem heftigen Kontakt, Kuhnhenne ging dabei zu Boden, Schrauf lief noch ein paar Meter und schoss aus spitzem Winkel den Ball flach und hart, vorbei an Torwart Manuel Mitze, ins lange Eck. 2:1 für Wildungen.

Proteste der Gäste, doch Schiedsrichter Felix Ebert entschied auf Tor. „Das war für mich ein klares Foul und ich glaube, wenn es nicht gefallen wäre, wäre das Spiel auch anders ausgegangen“, meinte der Goddelsheimer Trainer Jens Fresen.

Dieser Treffer war vor allem auch ein Tor für und gegen die Moral. Die Wildunger spornte er zusätzlich an, den Goddelsheimern nahm er ein wenig den Glauben, dass hier noch was geht.

Denn die Spieler von Fresen waren nach der Halbzeit besser aus der Kabine gekommen als zum Spielbeginn. Es schien so als ob sie nach der langen Winterpause erst jetzt auf dem für sie ungewohnten Kunstrasenplatz wieder mehr Gefühl fürs Spiel, den Ball und den Raum bekamen. „Man hat unserem Spiel schon angemerkt, dass wir zuletzt viel auf kleinen Plätzen trainiert haben“, sagte Fresen.

Sein Team agierte im zweiten Durchgang zwar nach wie vor oft mit langen Bällen, aber etwas genauer, kontrollierter. Und sieben Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, da erreichte einer dieser besseren Pässe auf halblinks Mirco Grosche, der spielte ihn überlegt zu Max Steger und der erzielte den Ausgleich.

Gedenkminute für die Opfer des Ukraine-Kriegs

Nun fielen doch Tore, denn als das Derby nach einer Gedenkminute für die Opfer des Ukraine-Kriegs angepfiffen wurde, hatte der Zuschauer fast eine halbe Stunde das Gefühl, vor lauter Kampf und hektischer Einsatzbereitschaft erspielt sich kein Team eine Torchance. Wenn hier ein Tor fallen sollte, dann durch einen Standard. Und so kam es: Nach einer Ecke nutzte Kai Döhring (26.) das kurze Durcheinander im Goddelsheimer Strafraum.

Die Gäste erarbeiteten sich außer dem zu hoch angesetzten Schuss von Mirco Grosche (3.) bis dahin keine gute Tormöglichkeit. Fast wäre Wildungen vor der Pause noch das 2:0 aber Almedin Zahovic brachte nach einem Abwehrfehler den Ball nicht am gut reagierenden Torwart Mitze vorbei.

Aber auch die Wildunger haben in Winterneuzugang Mario Wörmann einen guten Torwart. Der lieferte sich nach dem Wechsel drei Duelle mit Mirco Grosche. Er lief bei allen Szenen allein auf Wörmann zu, aber der Keeper brachte stets noch ein Körperteil an den Ball, sodass er nicht im Tor landete.

Nachdem Steger eine Grosche-Vorlage nicht nutzte, fiel auf der anderen Seite das zweite Wildunger Tor.

Wildunger feuerten sich gegenseitig an

Die Gäste schafften es danach nur noch sporadisch Druck aufzubauen. Die Wildunger feuerten sich ständig gegenseitig an und sie wollten diesen Sieg vielleicht ein bisschen mehr, den sie in der 81. Minute nach einem gut vorgetragenen Angriff perfekt machten. Jan Kramer wurde an der Schnittstelle der Viererkette gut in Szene gesetzt, er legte den Ball quer zu Eugen Ruf und der schon ihn ins leere Tor .

„Es war ein umkämpftes Spiel, mit wenigen spielerischen Höhepunkten“, sagte der Wildunger Trainer Jan Leimbach. „Der Sieg war wichtig für uns und Mario hat ihn uns mit guten Paraden gerettet.“  rsm

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