Patchwork-Gruppe überreicht Spende im Altenheim Christkönig

Senioren in Reinhardshausen freuen sich über Nesteldecken

Die Nesteldecken werden freudig in Empfang genommen: (vorne von links) Heimleiter Robert Fuhlhage, die Heimbewohnerinnen Erna Schleiff (92 Jahre) und Hannelore Emde (91 Jahre) sowie Betreuungsleiterin Julia Schreider; (hinten von links) Helga Jäger und Sabine Grünewald-Litwiakow von der Wildunger Patchwork-Gruppe.
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Die Nesteldecken werden freudig in Empfang genommen: (vorne von links) Heimleiter Robert Fuhlhage, die Heimbewohnerinnen Erna Schleiff (92 Jahre) und Hannelore Emde (91 Jahre) sowie Betreuungsleiterin Julia Schreider; (hinten von links) Helga Jäger und Sabine Grünewald-Litwiakow von der Wildunger Patchwork-Gruppe.

Bunte Nesteldecken für die Senioren: Über diese außergewöhnlich schöne Spende freuen sich die Mitarbeiter sowie die Bewohner des Alten-Wohn- und Pflegeheims Christkönig in Reinhardshausen.

Bad Wildungen-Reinhardshausen – Christel Waldschmidt, Bärbel Mayrl, Helga Jäger und Sabine Grünewald-Litwiakow von der Wildunger Patchwork-Gruppe haben in den vergangenen Wochen insgesamt zehn Nesteldecken genäht. Diese Decken werden auch als Fummel- oder Spieldecken bezeichnet.

Eine Nesteldecke ist farbenfroh und vielseitig gestaltet. Auf ihr befinden sich zum Beispiel Schnallen, Schleifen, Ringe, Knöpfe, Fäden, Reißverschlüsse oder Taschen, in die man greifen kann.

Die Ergotherapeutin Sabine Grünewald-Litwiakow, weiß: „Das Nesteln oder auch Betasten von Dingen mit den Fingern ist ein typisches Verhalten zum Beispiel im fortgeschrittenen Stadium der Demenz. Finden die Finger eine Beschäftigung, beruhigt sich der Geist der betroffenen Person.“

Die Symptome bei einer Demenz sind vielfältig. Je nach Ursache und Stadium zeigen sich andere Auswirkungen der Erkrankung. Grundsätzlich zeichnet sich Demenz durch eine altersbedingte Beeinträchtigung des Gehirns aus. Mögliche Folgen sind: Aufmerksamkeitsdefizite, Sprachstörungen, Stimmungsschwankungen oder Orientierungsprobleme.

Funktioniert das Langzeitgedächtnis noch, dann findet die Nesteldecke besonders großen Zuspruch. Denn alles was sich auf der Nesteldecke befindet, ist der betroffenen Person noch vertraut. Spontan werden so Reißverschlüsse geöffnet und wieder geschlossen, Schnüre gebunden oder Stoffaufsätze auf- und zugeknöpft. Oft sind es auch einfach nur die schönen Farben, die zum Spielen mit der Decke einladen und dabei emotional ausgleichend wirken.

Nach dem Empfang der Nesteldecken hat Betreuungsleiterin Julia Schreider diese gleich auf verschiedene Stationen verteilt. „Sie wurden begeistert angenommen“, erzählte sie. „Die Decken eignen sich auch hervorragend für feinmotorische Übungen. Die Fingerfertigkeit der alten Menschen wird damit trainiert. Und so mancher, sonst eher passiver Heimbewohner hat spontan angefangen mit der Decke zu spielen.“

Heimleiter Robert Fuhlhage zeigte sich sehr dankbar und war begeistert von dieser außergewöhnlichen Spende: „In diesen Decken steckt so viel Engagement und Liebe zum Detail. Das ist wirklich ein sehr schönes Geschenk für unsere Einrichtung“, sagte er bei der Übergabe.

Wer weitere Infos zu den Nesteldecken oder zur Bad Wildunger Patchwork-Gruppe erfahren möchte, kann sich mit Sabine Grünewald-Litwiakow unter der Rufnummer 05623/935334 in Verbindung setzen. (ra)

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