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Das Trinkwasser für Bad Wildungen reicht locker

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Das Wasser für Wildungen sprudelt, sagt der Geschäftsführer des stadteigenen Wasserversorgers BKW, Stephan Tent. Dass etwa die Deko-Brunnen einmal wegen Wassermangels abgestellt werden könnten, steht nicht in Aussicht.
Das Wasser für Wildungen sprudelt, sagt der Geschäftsführer des stadteigenen Wasserversorgers BKW, Stephan Tent. Dass etwa die Deko-Brunnen einmal wegen Wassermangels abgestellt werden könnten, steht nicht in Aussicht. © Matthias Schuldt

Bad Wildungen hat auf absehbare Zeit keine Probleme, sich mit ausreichend Trinkwasser zu versorgen, sagt die BKW auf Anfrage. Ausnahme: Hundsdorf.

Bad Wildungen – Dürre und Wasserknappheit sind wieder und wieder Thema in Deutschland. Wälder trocknen aus, fangen an zu brennen und Wasserpegel von Flüssen sinken rapide. Am 19. Juli wurde für Hundsdorf der „Trinkwassernotstand“ ausgerufen. Klassische Folge: Der Wasserversorger bat die Haushalte, den Verbrauch zu reduzieren, etwa auf das Befüllen der Gartenpools, Autowaschen oder Gartenbewässerung zu verzichten.Steht Bad Wildungen vor anhaltender Wasserknappheit? „Nein“, antwortet Stephan Tent. Er ist Geschäftsführer der Wassersparte der BKW (Bad Wildunger Kraftwagenverkehrs- und Wasserversorgungsgesellschaft). Hundsdorf befinde sich aktuell in einer besonderen Lage, weil die etablierten zwei Quellen des Dorfes dauerhaft nicht ausreichend schütten, um den Bedarf zu decken. Doch dieser Mangel soll bald behoben sein, denn die BKW richtet gerade einen Brunnen für Hundsdorf her.

Frebershausen und Hüddingen verfügen bereits über je einen eigenen Tiefbrunnen, der sie versorgt. „Es ist davon auszugehen, dass sie keine ernsthaften Probleme mit der Wasserversorgung bekommen werden“, meint Stephan Tent.

Im Verbundsystem besteht Wasserüberschuss

Alle übrigen Stadtteile und die Kernstadt sind zusammengeschlossen in einem einzigen Trinkwasser-Verbundsystem, erläutert Tent und fügt hinzu: „.Es gibt in Bad Wildungen keine Probleme mit der Wasserversorgung. Wir stehen sogar im Wasserüberschuss.“

Denn alle Wildunger Quellen und Brunnen bringen durchschnittlich bis zu 6800 Kubikmeter täglich hervor. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Tagesbedarf 2021 lag bei 3200 Kubikmetern. „Der bisher höchste Bedarf an einem einzigen, heißen Sommertag belief sich auf 5300 Kubikmeter“, ergänzt Tent.

Weitere Brunnen können bei Bedarf erschlossen werden

Bleibt es bei dieser vergleichsweise komfortablen Situation, wenn der Klimawandel in den nächsten Jahren weiter voranschreitet? Der BKW-Geschäftsführer erwartet für die nächsten Jahre auch bei zunehmender Trockenheit keine grundsätzlichen Probleme in der Versorgung: „Selbst dann nicht, wenn wir deutlich mehr Wasser bräuchten.“

Denn Bad Wildungen habe die Möglichkeit, weitere Quellen und Brunnen zu erschließen. Die wichtigsten Lieferanten für die benötigte Menge des Wassers sind der große Brunnen in Bad Wildungen und drei weitere Brunnen in Naumburg. Auch sie gehören zum Bad Wildunger Verbundsystem. Was die Wasserqualität angeht, sieht Tent ebenfalls keinerlei Gründe zur Besorgnis: „Es werden stetig Stichproben überprüft und direkt an das Gesundheitsamt geschickt.“ (Mike Martin)

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