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Sonderausstellung: Bad Wildungens Ehrenbürger im Fokus

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Auf dem Plakat zur Ausstellung: Persönlichkeiten, die Stadtgeschichte schreiben.
Auf dem Plakat zur Ausstellung: Persönlichkeiten, die Stadtgeschichte schreiben. © Städtische Museen/pr

Am Samstag, 10. Dezember 2022, wird im zweiten Obergeschoss der Bad Wildunger Wandelhalle eine neue Sonderausstellung der Städtischen Museen eröffnet. Im Fokus: Bad Wildungens Ehrenbürger.

Bad Wildungen - Die Ausstellung widmet sich den Ehrenbürgern Bad Wildungens, soll an Leben und Wirken der verdienstvollen Persönlichkeiten erinnern und ihre Geschichten in den historischen Kontext einbetten.

Eine Reise in die (Stadt-)Geschichte

Bis zum 5. Februar ist die Ausstellung täglich von 10 bis 17 Uhr zu sehen; gesonderte Öffnungszeiten gibt es an Weihnachten und Silvester. Der Eintritt ist frei. Eine neu verfasste Stadtgeschichte, die zur Ausstellung erscheint, sowie regelmäßige Führungen bieten einen umfassenden Einblick in die Thematik, erläutert Kulturamtsleiterin Lisa Beutler.

Was ist überhaupt eine Ehrenbürgerschaft und wie lauten die Kriterien, um Ehrenbürger zu werden? Mit einer Definition beginnt die Reise durch die (Stadt-) Geschichte.

1879 wurde die Auszeichnung erstmals verliehen: Über Bad Wildunger Ehrenbürger, aber auch über „Unehrenbürger“ informiert eine Sonderausstellung in der Wandelhalle.
1879 wurde die Auszeichnung erstmals verliehen: Über Bad Wildunger Ehrenbürger, aber auch über „Unehrenbürger“ informiert eine Sonderausstellung in der Wandelhalle. © Städtische Museen/pr

Um 1879 war die Auszeichnung erstmals an einen Bürger des damals kleinen Ackerbürgerstädtchens Niederwildungen verliehen worden: Hier hatte der nach Russland ausgewanderte Bäckermeister Friedrich Sigismund Weber durch großzügige Spenden die Einrichtung eines ersten Kindergartens in seiner Heimat ermöglicht.

15 weitere Männer folgen - letzte Auszeichnung in 2021

Wie die Ausstellung offenbart, sollten seinem Vorbild im Laufe der Zeit 15 weitere Männer folgen, denen die Ehrenbürgerschaft zugesprochen wurde. Dass die Auszeichnung erst im Vorjahr letztmalig verliehen wurde, beweist, wie aktuell dieses Thema auch gegenwärtig ist.

Während sich unter den Ehrenbürgern laut Beutler verdienstvolle Visionäre, Heimatforscher und Bürgermeister entdecken lassen, bilden die vier „Unehrenbürger“ der NS-Zeit eine Besonderheit in diesem Gefüge. Obgleich sie durch Aberkennungen oder symbolisches Rückgängigmachen der Beschlüsse mittlerweile von der Ehrenbürgerliste gestrichen wurden, wurden auch hier die Umstände der Verleihungen näher durchleuchtet. So steht letztlich jeder Ehrenbürger stellvertretend für eine bestimmte Zeit ein, die Aufschlüsse über gesellschaftliche Maßstäbe bereithält und nachfolgende Ereignisse erst verstehen lässt. Am Ende der Ausstellung ergibt sich damit ein vollständiges Bild über die prägenden historischen Ereignisse vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Eröffnung als Festakt für die beiden gegenwärtigen Ehrenbürger der Stadt

Erhältlich ab Ausstellungsbeginn ist für 24,90 Euro die neu verfasste Stadtgeschichte. Jeden Mittwoch um 14 Uhr wird ein geführter Rundgang durch die Sonderausstellung angeboten; Anmeldung ist nicht nötig. Treffpunkt: Info Point im Erdgeschoss der Wandelhalle. Kosten: 2 Euro.

Eröffnet wird die Ausstellung im geschlossenen Rahmen im Quellensaal. Sie ist als Festakt für die beiden gegenwärtigen Ehrenbürger der Stadt – Dr. Albrecht Lückhoff und Reinhard Grieneisen – sowie Nachfahren weiterer Ehrenbürger gedacht. Interessierte Besucher ohne Einladung können auf der Empore im ersten Stock der feierlichen Eröffnung folgen. Beginn ist um 14 Uhr.  

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