Einbrüche im Landkreis Waldeck-Frankenberg: Bad Wildungen am stärksten betroffen

Tipps von der Polizei: Mit Sicherheitsschlössern können es die Bewohner Einbrechern schwer machen, lautet ein Ratschlag von Polizeihauptkommissar Volker König. Foto:  Figge

Waldeck-Frankenberg. Nach dem ersten Quartal dieses Jahres zeichnet sich bei Wohnungseinbrüchen in Waldeck-Frankenberg ein Brennpunkt ab: In Bad Wildungen gab es bereits 19 Einbrüche in Privathäuser - im gesamten Jahr 2015 waren es 25 - auch das war der höchste Wert der 22 Kommunen im Kreis.

Diese Zahlen nannte Polizeihauptkommissar Volker König auf Nachfrage. Den bundesweiten Trend eines Höchststandes an Wohnungseinbrüchen könne er für Waldeck-Frankenberg allerdings nicht bestätigen.

Im Landkreis ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in den vergangenen Jahren aber leicht gestiegen: von 125 und 122 in den Jahren 2011 und 2012 auf 140 und 144 in den Jahren 2014 und 2015. Das Jahr 2013 weist mit 109 Einbrüchen den Tiefststand in dieser Übersicht auf.

Im Blickpunkt der Einbrecher stehen laut Volker König vor allem die Mittelzentren. „In den Städten ist die Gelegenheit günstiger, weil ortsfremde Fahrzeuge nicht so auffallen.“ Neben Bad Wildungen sind dies Korbach (6 Einbrüche dieses Jahr), Frankenberg (3) und Bad Arolsen (9).

„Wir gehen davon aus, dass die Vielzahl der Einbrüche von heimischen Tätern begangen wird“, sagt König. Oft handele es sich um Armuts- oder Beschaffungskriminalität Drogenabhängiger. Reisende Täter, die an der Haustür klingeln, um Schrott zu sammeln oder um Spenden zu bitten, und wenn niemand aufmacht, versuchen einzubrechen, gebe es eher in Ballungszentren mit guter Verkehrsanbindung. Die Einbrecher hätten es in der Regel auf Geld und Schmuck abgesehen. „Unterhaltungselektronik bleibt in der Regel unbeachtet; Transport und Verkauf wären viel zu aufwendig“, sagt Volker König.

Wegen der Zunahme der Einbrüche in Bad Wildungen laden Polizei und Stadt interessierte Bürger für Dienstag, 12. April, ab 19 Uhr zum Thema Einbruchsschutz ins Bürgerhaus Altwildungen ein.

Ein Interview mit Polizeisprecher Volker König über das Vorgehen von Einbrechern und Tipps für Bewohner lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.