Fußball-Gruppenliga

„Eine riesengroße Erleichterung“: Wildungen besiegt Körle im Kellerduell mit 2:0

Torwart Christian Seibert hatte gegen den FC Körle einen Paradetag.
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Torwart Christian Seibert hatte gegen den FC Körle einen Paradetag.

Es gibt Siege, die sind viel mehr wert als drei Punkte. Die Fußballer der SG Bad Wildungen/Friedrichstein haben gestern im Abstiegsduell gegen den FC Körle mit dem 2:0 (1:0) so einen Erfolg gefeiert.

Bad Wildungen – Wer nun gedacht hat, gegen Körle wird SG-Trainer Jörg Schäfer das große Sturmspiel ausgepacken, lag falsch. Zunächst defensiv gut stehen, hieß die Hauptvorgabe und das Hintendichtmachen haben seine Spieler diesmal auch gut umgesetzt. Körle war offensiver eingestellt und bereit, mehr Risko zu gehen.

Den Badestädtern kam für ihre taktische Ausrichtung ihr früh erzieltes Führungstreffer entgegen. Dem war zunächst Körle näher, aber der Wildunger Torwart Christian Seibert hatte gestern einen Paradetag, er vereitelte nicht nur diese gute Möglichkeit durch Daniel Kraus.

Nur eine Minute später kam ein langer Ball auf linksaußen, wo Eugen Ruf verwaist stand. Der Stürmer lief allein aufs Tor zu und schob den Ball ins lange Eck. Ruf hatte fünf Minuten später nach einer guten Pressingaktion auch das 2:0 auf dem Fuß, aber sein Schuss ging knapp vorbei. Viel mehr Chancen gab es nicht in der ersten Halbzeit.

Kluge defensive Spielweise der Wildunger

Das änderte sich nach dem Wechsel, Körle drängte nun auf den Ausgleich und was die Wildunger Abwehr durchließ, wehrte Seibert ab. Mit einer tollen Reaktion lenkte er kurz nach Wiederbeginn einen Freistoß von Karim Kouay um den Pfosten. Dort prallte auch der Schuss des Körlers Justin Ranft (55.) ab. Kurze Zeit später nahm Waldemar Schubert ein Flanke von Stefan Jobs volley, aber auch die Körler hatten in Mario Umbach einen guten Keeper.

Die Wildunger spielten defensiv aber so klug, dass sie auch für Entlastung sorgten, vor allen in der Schlussviertelstunde. Stefan Jobs (87.) hatte Pech mit einem Freistoß und Ruf (90.) verfehlte mit seinem Schuss knapp das Ziel.

Die Entscheidung war eine Co-Produktion der beiden Einwechselspieler Schnedler und Maximilian Krebs. Sie erzeugten eine Pressingaktion gegen den Körler Torwart, der verlor den Ball und Schnedler schon ihn zum 2:0 ein.

Als „riesengroße Erleichterung“ beschrieb SG-Trainer Schäfer diesen Sieg nach „den vielen nicht gewonnen Spielen“. Sein Team habe es kämpferisch und hinten gut gemacht und „vorn haben wir die wenigen Chancen auch mal zu zwei Toren genutzt.“

Von Justin Kolligs mit rsm

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