Experte für Wildnis

Bad Wildungen: Manuel Schweiger ist neuer Leiter des Nationalparks Kellerwald-Edersee

Das Maskottchen „Boggl“ in der Hand: Der neue Nationalparkleiter Manuel Schweiger (Mitte) bei der Amtseinführung im Beisein von Mitgliedern des Nationalparks; mit im Bild von links Wolfgang Raschka, Umweltstaatssekretär Oliver Conz, Karl Apel vom Umweltministerium, Achim Frede, Oliver Obermann, Volker Leifels, Katharina Sabry (Umweltministerium), die stellvertretende Nationalparkleiterin Jutta Seuring, Tobias Rönitz, Angela Bauer.
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Das Maskottchen „Boggl“ in der Hand: Der neue Nationalparkleiter Manuel Schweiger (Mitte) bei der Amtseinführung im Beisein von Mitgliedern des Nationalparks; mit im Bild von links Wolfgang Raschka, Umweltstaatssekretär Oliver Conz, Karl Apel vom Umweltministerium, Achim Frede, Oliver Obermann, Volker Leifels, Katharina Sabry (Umweltministerium), die stellvertretende Nationalparkleiterin Jutta Seuring, Tobias Rönitz, Angela Bauer.

Amtsantritt unter freiem Himmel: Manuel Schweiger wurde als neuer Leiter des Nationalparks Kellerwald-Edersee eingeführt.

  • Manuel Schweiger ist neuer Leiter des Nationalparks Kellerwald-Edersee.
  • Der 40 Jahre alte Experte für deutsche Wildnisgebiete hat sein Amt am 1. September 2021 angetreten.
  • Der Nationalpark Kellerwald-Edersee umfasst ein 7688 Hektar großes Schutzgebiet in Nordhessen.

Bad Wildungen – Der 40 Jahre alte Experte für deutsche Wildnisgebiete übernimmt eine Behörde mit rund 60 Mitarbeitern und einem 7688 Hektar großen Schutzgebiet.

Umweltstaatssekretär Oliver Conz sagte bei der Feierstunde auf dem Freigelände der Nationalparkverwaltung: „Wir vertrauen ihm das bedeutendste Schutzgebiet unseres Bundeslandes an, das mit unberührter Natur, spektakulären Wäldern und faszinierenden Arten wie dem Veilchenblauen Wurzelhalsschnellkäfer oder der Pfingstnelke Besucherinnen und Besucher weit über die Grenzen Hessens hinaus anlockt.“

„Nationalpark gehört zu den größten Schätzen, die das Land Hessen hat“

Schweiger freut sich auf seine neue Aufgabe. Das Schutzgebiet bekannter machen und das Bewusstsein dafür schärfen ist ist sein großes Ziel. „Der Nationalpark gehört zu den größten Schätzen, die das Land Hessen hat und dessen Bewahrung mit einer internationalen Verantwortung verbunden ist.“ Diese neue Aufgabe übernehme er mit großem Respekt und hoffe auf die Unterstützung des erfahrenen Teams der Nationalparkverwaltung.

Der Landschaftsökologe, der in Bayern geboren und aufgewachsen ist, kennt den Nationalpark Kellerwald-Edersee mit seinen artenreichen Buchenwäldern, Hang- und Schluchtwäldern, Kalkmagerrasen und Waldwiesen bereits von vielen Besuchen – privat und beruflich. „Ich war jedes Jahr mit einer internationalen Studentengruppe in der Region.“

Von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt nach Bad Wildungen

Bislang engagierte sich Schweiger bei der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt bundesweit für verschiedene Wildnisgebiete. Jetzt fokussiere er sein Augenmerk auf ein einziges Großschutzgebiet, das sei eine neue Herausforderung, betonte der neue Parkleiter. Er löst Manfred Bauer ab, der nach 13 Jahren an der Spitze der Nationalparkverwaltung in den Ruhestand wechselte.

Die Diplomarbeit des Landschaftsökologen an der TU München zur Frage, wie Wildnisgebiete geschaffen werden können, legte den Grundstein für den weiteren beruflichen Lebensweg: Ab 2008 war Schweiger bei einem Planungsbüro zuständig für Bundesvorhaben der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt. Seit 2014 setzte er sich als Leiter des Deutschlandprogramms der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt für neue Schutzgebiete ein, in denen Natur Natur sein darf. Er beriet politische Entscheidungsträger und Nationalparkinitiativen.

Gründer der Initiative „Wildnis in Deutschland“

Zudem rief er die Initiative „Wildnis in Deutschland“ ins Leben, der sich 20 Naturschutzorganisationen angeschlossen haben. Seit 2018 ist er Mitglied im Landesnaturschutzbeirat Hessen und stellvertretender Vorsitzender der Regina-Bauer-Stiftung für die Förderung von Artenschutzprojekten. Schweiger gilt als Experte für Schutzgebiete und die Bewahrung von natürlichen Lebensräumen für bedrohte Arten.

Privat ist Schweiger gern sportlich in der Natur unterwegs, Fahrradfahren und Joggen zählen zu seinen liebsten Hobbys. Eine weitere Leidenschaft ist die Musik. Bis vor kurzem hat er noch als Bassist in einer Band gespielt.

Die Familie ist inzwischen umgezogen von Südhessen nach Odershausen und sei herzlich aufgenommen worden. Der Umzugsstress ließ bislang Wanderungen mit Ehefrau Corinna und den Söhnen Samuel (8) und Corbinian (10) in seinem neuen Wirkungsbereich noch nicht zu. Aber das werde nachgeholt, sagt Schweiger. (Cornelia Höhne)

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