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Bad Wildungen: Regierungspräsident wirbt im Bildungszentrum für Ausbildung im Gesundheitssektor

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Austausch am Asklepios-Bildungszentrum: Von links Landrat Jürgen van der Horst, Katrin Kern, Dr. Dagmar Federwisch, Regierungspräsident Mark Weinmeister, Stefan Hecker, Markus Ochse, Michaela Grebe und Bürgermeister Ralf Gutheil.
Austausch am Asklepios-Bildungszentrum: Von links Landrat Jürgen van der Horst, Katrin Kern, Dr. Dagmar Federwisch, Regierungspräsident Mark Weinmeister, Stefan Hecker, Markus Ochse, Michaela Grebe und Bürgermeister Ralf Gutheil. © RP/pr

Die Ausbildung junger Menschen im Gesundheitssektor soll drohende Engpässen entgegensteuern. Eine Schlüsselrolle nimmt hier das Nordhessische Asklepios Bildungszentrum in Bad Wildungen ein.

Bad Wildungen – Der Regierungsbezirk Kassel ist Heimat für rund 1,2 Millionen Menschen in sechs Landkreisen. Laut aktueller Schätzungen sinkt diese Zahl bis 2035 um voraussichtlich 3,8 Prozent. Das hat für den Gesundheitssektor erhebliche Folgen. Regierungspräsident Mark Weinmeister kam deshalb nach Bad Wildungen zu einem Austausch ins Asklepios Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe Nordhessen.

Sinken die Zahlen, ist der Gesundheitsbereich doppelt betroffen

Sinken die Zahlen wie erwartet, wäre der Gesundheitssektor doppelt betroffen. Mit einer alternden Bevölkerung erhöht sich der Betreuungsbedarf in Kranken- und Altenpflege, und der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter verschärft sich.

Eine Schlüsselaufgabe, um dieser Entwicklung zu begegnen, kommt den Kranken- und Altenpflegeschulen in der Region zu. Weinmeister kam mit Dr. Dagmar Federwisch, Regionalgeschäftsführerin Nordhessen/Nordrhein Westfalen, und der Geschäftsführerin der Asklepios Kliniken Bad Wildungen, Katrin Kern, sowie mit Pflegedirektor Markus Ochse, der Leiterin des Bildungszentrums, Michaela Grebe, und Stefan Hecker vom Konzernbereich Krankenhausfinanzierung ins Gespräch. An dem Austausch nahmen auch Landrat Jürgen van der Horst und Bürgermeister Ralf Gutheil teil.

„Schwesternschule“ seit 2002 unter Trägerschaft von Asklepios

Die seit den 1930-er Jahren bestehende „Schwesternschule“ ist seit 2002 in Trägerschaft des Asklepios-Konzerns. Das heutige Bildungszentrum bietet eine Reihe von Ausbildungsberufen im Gesundheitssektor, darunter Pflegefachfrau/-mann, Krankenpflegehilfe, Physiotherapie, Operationstechnische Assistenten. Für 2023 ist zudem die Ausbildung zum Anästhesietechnischen Assistenten in Planung. Hinzu kommt ein breites Angebot an Fort- und Weiterbildungen sowie Führungskräftetrainings für medizinische Berufsgruppen. Die Einrichtung ist stetig auf inzwischen 350 Ausbildungsplätze gewachsen und unterhält seit 2020 auch einen Standort in Schwalmstadt.

Der Anstieg der Schülerzahlen und das in die Jahre gekommene Schulgebäude führt im Bildungszentrum zu Raumproblemen. Stefan Hecker stellte in diesem Zusammenhang das Neubauprojekt „Gesundheitscampus Nordhessen“ vor und bat um Unterstützung von Regierungspräsidium, Kreis und Stadt. Das sagten die Vertreter der anwesenden Behörden im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch zu.

Flexibler durch Neuerungen wie Ausbildung in Teilzeit

„Das Bildungszentrum ist eine attraktive Anlaufstelle für Menschen, die in ihrem Beruf anderen Menschen helfen möchten“, betonte Weinmeister. Sowohl Schulabsolventen wie auch Quereinsteiger finden ein breites Angebot zur Aus- und Weiterbildung. Er begrüßte die große Nachfrage. „Wir sind dringend auf Bildungseinrichtungen wie diese angewiesen, die Menschen aus der Region die Möglichkeit bieten, in ihrer Heimat in einem Gesundheitsberuf Fuß zu fassen.“ Und wer von Außerhalb komme, „bei dem stehen die Chancen gut, dass er oder sie hier den Berufsweg fortsetzt und der Region erhalten bleibt“. Neuerungen wie die Ausbildung in Teilzeit erhöhen die Flexibilität und senken etwaige Hemmschwellen, sich für einen Pflegeberuf zu entscheiden, merkte Weinmeister an.

Bürgermeister Ralf Gutheil begrüßte den Austausch über die Themen Gesundheit und Pflege an Hessens größtem Rehastandort ausdrücklich. Landrat Jürgen van der Horst hob die Bedeutung einer guten Ausbildung hervor: „Um die gesundheitliche Versorgung im Landkreis langfristig sicherzustellen, bedarf es gut ausgebildeter Fachkräfte.“ Ausbildungsstätten vor Ort bieten hätten den Vorteil, dass Absolventen nach ihrer Lehre in Waldeck-Frankenberg bleiben.  

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