Veranstalter sind bestürzt über seinen Tod

Günter Grass sollte in Bad Wildungen lesen

War dem Literarischen Frühling in Waldeck-Frankenberg eng verbunden: Der Schriftsteller Günter Grass ist am Montag mit 87 Jahren gestorben. Archivfoto:  dpa

Waldeck-Frankenberg. Günter Grass sollte am 11. April ursprünglich beim Literarischen Frühling in Bad Wildungen lesen. Der Schriftsteller hatte aus gesundheitlichen Gründen aber vor einigen Wochen abgesagt.

Am Montag ist der 87-Jährige nun gestorben.

Von der geplanten Veranstaltung mit Günter Grass in der Wandelhalle in Bad Wildungen berichtete nach dessen Tod nun Christiane Kohl, die Hauptorganisatorin des Literarischen Frühlings in Waldeck-Frankenberg. „Er hatte uns mitgeteilt, dass es ihm wichtig sei, sein Buch ,Grimms Wörter’ selbst in der Region zu lesen, in der die Grimms einst wirkten“, sagte Kohl. „Wegen gesundheitlicher Probleme musste er aber vor einigen Wochen absagen.“

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Auf den Tod des 87-jährigen Schriftstellers haben die Organisatoren des Literatur-Festivals, das derzeit im Landkreis stattfindet, mit Bestürzung reagiert. „Dieser Tod macht uns sehr betroffen, denn wir haben uns diesem großen Autor wegen seines besonderen Interesses für die Brüder Grimm und ihr Werk sehr verbunden gefühlt“, erklärte Christiane Kohl vom Landhaus Bärenmühle in einer Pressemitteilung im Namen der Veranstalter.

„Günter Grass hat an unseren Aktivitäten Anteil genommen“, berichtete Kohl. Die Veranstalter hätten in den vergangenen Monaten mehrfach Kontakt mit dem Büro des Literaturnobelpreisträgers gehabt und die Einladung zu einem Auftritt beim Literarischen Frühling erneuert, die schon bei der ersten Ausgabe des Festivals im Jahr 2012 ausgesprochen worden war. Damals hatte Grass bereits zugesagt, vor großem Publikum aus seinem 2010 erschienen Roman „Grimms Wörter“ zu lesen. Aus Gesundheitsgründen konnte er dies aber schon damals nicht wahrmachen. Er hatte dann seine Tochter, die Schauspielerin Helene Grass, gebeten, ihn zu vertreten. Sie hatte zusammen mit dem Schauspieler Mario Adorf aus „Grimms Wörter“ gelesen.

Wie die Festival-Leitung weiter mitteilte, soll bei den nächsten Veranstaltungen des Literarischen Frühlings zu Ehren von Günter Grass eine Schweigeminute eingelegt und eine kurze Passage aus seinem Werk „Grimms Wörter“ vorgetragen werden. (nh/jpa)

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