Gutheil: „Auf richtigem Weg“

Gemeinsam für mehr Sicherheit in Bad Wildungen: Zwischenbilanz der Kompass-Initiative

Gemeinsam für mehr Sicherheit: (von links) Bürgermeister Ralf Gutheil, die stellvertretende Ordnungsamtsleiterin Karin Buhl, „Schutzfrau vor Ort“ Sabine Feußner, sowie Peter Basteck, Leiter der Polizeistation Bad Wildungen, bei einer Zwischenbilanz im Rathaus.
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Gemeinsam für mehr Sicherheit: (von links) Bürgermeister Ralf Gutheil, die stellvertretende Ordnungsamtsleiterin Karin Buhl, „Schutzfrau vor Ort“ Sabine Feußner, sowie Peter Basteck, Leiter der Polizeistation Bad Wildungen, bei einer Zwischenbilanz im Rathaus.

„Gemeinsam mehr Sicherheit schaffen“ – so lautet der Titel der hessischen Sicherheitsinitiative Kompass.

  • Die Stadt Bad Wildungen beteiligt sich seit Februar 2020 an der Sicherheitsinitiative Kompass des Hessischen Innenministeriums.
  • Ziel des Programms Kompass ist es, im Zusammenspiel von Kommune, Polizei, Bürgern und weiteren Partnern die Sicherheit zu stärken.
  • Die Aktion startete mit einer Befragung von Bad Wildunger Bürgern; die Ergebnisse sollen in zielführende Maßnahmen münden.

Bad Wildungen – Die Stadt Bad Wildungen ist seit Februar 2020 dabei. Im Rathaus wurde jetzt eine erste Zwischenbilanz dieser Aktion gezogen.

Das Innenministerium hatte das Programm Kompass (Kommunal-Programm-SicherheitsSiegel) aufgelegt. Ziel ist es, im Zusammenspiel von Kommune, Polizei, Bürgern und weiteren Partnern die Sicherheit zu stärken. Einen Überblick über bisherige Aktivitäten gaben die stellvertretende Ordnungsamtsleiterin Katrin Buhl, Bürgermeister Ralf Gutheil, die „Schutzfrau vor Ort“, Sabine Feußner und der Leiter der Bad Wildunger Polizeistation, Peter Basteck.

Bürgermeister verweist auf Optimierungsbedarf

Start war im Juni 2020 mit einer Sicherheitsbefragung der Bevölkerung in Bad Wildungen vom Lehrstuhl für Kriminologie der Justus-Liebig-Universität Giesen, Prof. Dr. Britta Bannenberg.

Die Ergebnisse zeigten, dass es in einigen Bereichen noch Optimierungsbedarf gebe, sagt Bürgermeister Gutheil. Zusammen mit Polizei, Präventionsrat der Stadt Bad Wildungen und anderen Behörden wurden bereits wichtige Maßnahmen umgesetzt oder eingeleitet. Ziel sei es, kontinuierlich die Sicherheit zu verbessern. Gutheil ist überzeugt, dass der eingeschlagene Weg richtig ist.

Probleme durch Alkohol- und Drogengenuss, Lärm und Vandalismus

Nur wenige Wildunger denken offenbar daran, selber Opfer einer Straftat zu werden. Jedoch fürchten 39,7 Prozent der Befragten, Opfer einer Sachbeschädigung zu werden, gefolgt vom Einbruchsdelikt mit 38 Prozent. 16,7 Prozent der Befragten haben deswegen ihr Eigenheim mit einem Einbruchschutz versehen. Alkohol, Lärm, Drogenkonsum, Vandalismus und Pöbeleien wurden als weitere Probleme genannt.

Unabhängig von dieser Befragung sorgt in Bad Wildungen seit 2018 bereits der Freiwillige Polizeidienst für mehr Sicherheit. Im Februar 2020 ist zudem Simone Feusner von der Polizeistation Bad Wildungen als Schutzfrau vor Ort direkte Ansprechpartnerin für alle Bürger.

Bürger aufgerufen, sich mit Anregungen zu beteiligen

Seitens des Arbeitsgremiums Kompass werden die Ergebnisse der Befragung eingehend erörtert, um dann zielführende Maßnahmen zu entwickeln. Die Einbeziehung verschiedener Fachbereiche ist vorgesehen. Die Bürger sind weiterhin aufrufen, sich mit Anregungen zu beteiligen.

„Nun geht es darum, in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit Ideen zu erforderlichen Maßnahmen zu entwickeln“, sagte Basteck. Dies soll dann den politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt werden.

Ausführlichere Informationen gibt es im Videolink der Stadt Bad Wildungen: https://youtu.be/ceRLiRn_kMo.

Nachts fühlen sich nur 60 Prozent der Bad Wildunger sicher

Von 15 923 Personen Bad Wildungern über 14 Jahre wurden 3761 nach dem Zufallsprinzip angeschrieben. Die Rücklaufquote von 25,08 Prozent (943 Teilnehmer) war im Landesvergleich sehr hoch und gilt als repräsentativ. – Die Ergebnisse:

95 Prozent fühlten sich tagsüber sicher, nachts aber nur noch 60 Prozent. In der Kernstadt ist das Sicherheitsgefühl weniger ausgeprägt als in den Stadtteilen. 51 Prozent der Befragten aus der Kernstadt meiden nach Einbruch der Dunkelheit Orte wie Fürstengalerie, Altstadt, ehemaliges Landesgartenschaugelände sowie Kurpark und Brunnenallee/Brunnenstraße.

Fehlende Sicherheit auch im öffentlichen Raum moniert

Fehlende Sicherheit wird auch im öffentlichen Raum moniert, insbesondere fehlende Parkmöglichkeiten, nicht regelkonformes oder störendes Parken oder undiszipliniertes Fahren sowie fehlende Geschwindigkeitskontrollen.

Darüber hinaus spielten verfallene Gebäude, verlassene Grundstücke, Müll und Verschmutzungen eine Rolle – ebenso ein „normabweichendes Verhalten Dritter“. rü
(Rainer Rüsch)

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